Kategorien
Allgemein

Ich fuhr an einem Sonntagmorgen zur Arbeit…

Ich fuhr an einem Sonntagmorgen zur Arbeit. Es waren sehr wenige Menschen auf der Straße, weshalb ich schon automatisch wachsamer unterwegs war. Als ich die Bahn verließ, stieg eine Handvoll Menschen mit mir aus, doch liefen alle in andere Richtungen als ich. Nur ein Mann lief hinter mir, was ich sofort bemerkte. In meinem Kopf gingen bereits die Alarmglocken an. Ich überlegte hin und her, ob er mir folgte oder zufällig in die gleiche Richtung laufen musste.

Meine Gedanken begannen panisch zu rasen. Um zu testen, ob er explizit mir folgte, bog ich an der nächsten Ecke scharf ab, um einen Parkplatz zu überqueren, anstatt der Hauptstraße zu folgen. Er folgte mir. Ich merkte, wie die Angst in mir Aufstieg und versuchte meine Gedanken zu ordnen, um zu überlegen wie ich mich am besten wehren könnte. Er war direkt hinter mir, als ich mich zwischen zwei parkenden Autos hindurch zwängte. Ich war mir seiner Anwesenheit bewusst, sodass ich mich genau in dem Augenblick, als ich ihn hinter mir spürte, umdrehte. Er griff mir zwischen die Beine. Im selben Augenblick drehte ich mich und mein Gesicht befand sich nur ein paar Zentimeter vor seinem. Ich schrie ihm aus Leibeskräften ins Gesicht: „Verpiss dich, du widerliches Schwein“.


Er drehte sich um und ging langsamen Schrittes davon. Ich konnte vor zittern kaum laufen, wusste nicht wohin. Ich ging erstmal zur Arbeit, da diese direkt um die Ecke war. Bis heute weiß ich wie fassungslos ich von seinem entspannten Gang war. 
Seitdem habe ich panische Angst davor alleine zu Zeiten draußen zu sein, in denen kaum andere Menschen auf der Straße sind.

Kategorien
Allgemein

Ich fühlte mich komisch danach, eklig, benutzt, wertlos.

Hallo, ich möchte heute mal erzählen was mir passierte.

Bislang hat mich leider niemand ernst genommen oder mir nicht geglaubt. 
Ich bin 19 und hatte vor etwa drei Monaten für letztendlich kurze Zeit einen festen Freund. Eines Abends rief er mich an. „Was machst du?“ – „Nichts.“ an dem Tag hatten wir vorher gestritten und er sagte er wolle mich nicht sehen. „Warum bist du dann nicht bei mir? Ich vermisse dich.“ So merkwürdig ich es auch fand, dass er das sagte (er sagte nie liebe Sachen) freute ich mich und fuhr zu ihm. Angekommen merkte ich, dass er stark betrunken war und dazu auch noch mehrere verschreibungspflichtige Tabletten genommen hatte. Er tat das öfter, auch wenn er mir versprach es nie wieder zu tun. In diesem Zustand war er unberechenbar. Ich wollte schon nach Ankunft nicht mehr dort sein. Zuerst lagen wir nur dort nebeneinander und aus irgendeinem Grund hatte er den totalen Hass auf mich. Er schlug mir unter der Bettdecke die ganze Zeit gegen die Beine. Ich ignorierte es…

Er hörte irgendwann auf und wollte dann plötzlich Sex. Ich nicht. Nicht nachdem er so zu mir war. Ich sagte die ganze Zeit, dass er aufhören soll. Aber er hörte nicht auf. Ich versuchte mich zu wehren aber er ließ in keinster Art und Weise locker. Er wollte, dass ich auch Spaß habe. Ich sagte ich möchte nicht und er soll mich in Ruhe lassen. Dann war’s ihm egal. Und ich hab’s über mich ergehen lassen, weil ich keine Kraft mehr hatte mich zu wehren.


Das schlimmste: Ich habe in dieser Situation nicht begriffen was mir geschah. Ich fühlte mich komisch danach, eklig, benutzt, wertlos. Trotzdem habe ich das alles nicht realisiert, es war für mich eher so, mein Freund hatte Lust und ich nicht. Wochen später bin ich nachts panisch aufgewacht, aus dem nichts, und habe begriffen was da passiert ist.

Zurück zur Startseite

Kategorien
Allgemein

Lasst uns Ohren und Augen offen halten und auf unsere Mitmenschen achten.

Ohren und Augen offen halten, auf unsere Mitmenschen achten…..

Hallo, ich möchte gerne etwas mit euch teilen, was mir gestern passiert ist. 

Gestern, um 18 Uhr, war ich mit einer Freundin zum Pizza essen verabredet. 

Ich habe mein Auto geparkt und bin die Straße entlang, zum Pizza Laden gelaufen. Hinter mir liefen zwei Männer und plötzlich, aus dem Nichts, fingen die beiden an mich zu beleidigen. Ich wäre ein möchtegern Hipster, der in diesem Bezirk nichts zu suchen hat, ich soll mich verpissen und ich bin eine scheiß Hure. Reflexartig habe ich mein Handy rausgeholt und meinen Freund angerufen. Ich hatte in dem Moment so eine krasse Angst und musste einfach mit jemanden reden, damit ich mich beruhigen kann. 

Die zwei Typen sind dann an mir vorbeigelaufen und haben mich nochmal als „Scheiß Hure“ beleidigt. 

Als die beiden Männer an mir vorbeigelaufen sind, habe ich panisch angefangen zu weinen und habe meinem Freund erzählt was passiert ist. Ich habe meine Kapuze aufgesetzt aus Angst, dass mich jemand sieht und ich weiter beleidigt werde. Diese habe ich übrigens, bis ich zuhause war, nicht abgesetzt. 

Auf der anderen Straßenseite standen zahlreiche Menschen. Paar sind auch an mir vorbeigelaufen und ganz bestimmt hat mich jemand gesehen, aber niemand ist zu mir gekommen und hat mich gefragt ob alles okay ist. Und genau das hätte ich in diesem Moment gebraucht, nicht alleine zu sein. 

Ich bin eine selbstbewusste Frau, ich mache immer meinen Mund auf und sage immer meine Meinung. Aber in diesem Moment wurde mir meine Stimme und meine Sicherheit genommen. 

Bestimmt können viele Menschen nachvollziehen was in so einem Moment in deinem Kopf passiert. Der Gedanke, dass ich gleich physisch verletzt werde, verprügelt, vergewaltigt etc. war unglaublich groß….

Mein Freund sagte zu mir, ich solle mich zu den anderen Menschen stellen oder andere Menschen ansprechen und sagen was passiert ist, aber ich konnte es nicht. Ich hatte plötzlich vor jedem Mann Angst. Ist das nicht krank? Diese Angst will ich gar nicht haben. Ich habe einen Freund, ich habe viele männliche Freunde und ich liebe sie. Meine Intention ist es nicht alle Männer über einen Kamm scheren, denn nicht alle Männer so sind wie diese zwei Typen. 

Es macht mich so so so krass wütend, dass mir zwei Menschen eine so starke Angst machen können. Ich habe mich klein und verletzlich gefühlt. Das möchte ich nicht. 

Ich möchte mir meine Sicherheit, mein Selbstbewusstsein und meine Stärke nicht nehmen lassen. Ich möchte weiterhin das Gefühl haben an diesen Ort zu gehen und mir sicher, ohne irgendwelche Gedanken, eine Pizza holen zu können.

Diese Geschichte erzähle ich, weil es mir wichtig ist zu verdeutlichen, dass das leider ein „normaler“ Alltag im Leben von Menschen ist, die allein auf Grund ihres Geschlechtes diskriminiert werden. Und das macht mich unglaublich traurig und wütend. 

Trotzdem lasse ich mich nicht kaputt machen. Ich werde aus dieser Situation nur stärker. Denn das nächste mal wenn so etwas passiert nehme ich mir vor zu anderem Menschen hinzugehen und um Hilfe bitten und ich weiß, das wird mich sehr viel Überwindung kosten, aber ich werde es versuchen. 

Wenn wir so eine Situation beobachten, eine Person auf der Straße weinen sehen, lasst uns zu dieser Person hingehen. Lasst uns fragen was passiert ist oder lasst uns der Person ein sicheres Gefühl geben indem wir uns einfach paar Minuten zu ihr stellen und sie vorsichtig ansprechen, damit sich niemand alleine fühlen muss. Lasst uns Ohren und Augen offen halten, auf unsere Mitmenschen achten, denn nur so können wir alle stärker werden und etwas verändern.

Ich danke euch fürs lesen <3 

Zurück zur Startseite

Kategorien
Allgemein

„Ich rannte“

Es war Freitagabend. Ich war zuhause und es war kurz nach 0. Ich hatte das dringende Bedürfnis nach frischer Luft. Ich musste den Kopf freikriegen. Also beschloss ich eine kleine Runde um meinen Block zu laufen. Während ich in meinen Gedanken vertieft war, fuhr ein Auto die Straße entlang. Als es in etwa auf meiner Höhe war, fuhr es langsamer. Ich warf einen Blick ins Innere und sah einen Mann, der mich penetrant ansah, während er anfing Schrittgeschwindigkeit zu fahren. Ich lief weiter und wandte den Blick von ihm ab. Dann fuhr er weiter. Ich sah kurz zurück und bemerkte, dass er in eine Einfahrt fuhr und wendete. Die Lichter des Autos wurden immer größer und er kam immer näher. Irgendetwas in mir sagte, dass ich handeln muss. Also rannte ich. Ich rannte eine viel größere Runde, als ursprünglich vorgesehen, bin einen Umweg gelaufen, um zu versuchen ihn abzuwimmeln. Ich hatte den gesamten Weg zurück nach Hause Angst, dass er mich weiter verfolgt. Ich kam vollgeschwitzt und außer Atem bei mir zuhause an. Schloß direkt die Tür und machte sofort die Vorhänge zu. Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Ich werde nie wieder nachts eine Runde um meinen Block laufen.

„Er wollte, dass ich sein ‚Teil‘ in den Mund nehme“

Ich habe mich zweimal mit einem Mann getroffen. Ich war gerade mal 20. Bei dem ersten Treffen war er noch freundlich und interessiert, als würde er mich kennenlernen wollen. Er hatte mir erzählt, dass er nichts Ernstes sucht. Ich habe ihm dann vorgeschlagen, dass man sich ja erstmal etwas kennenlernen kann, was man eh immer tun sollte und dann könne man ja schauen, wohin es führt. Beim nächsten Treffen war er nur am Anfang noch nett. Wir haben Smalltalk im Auto geführt, dann wollte er sich mit mir auf die Rückbank setzen. Ich dachte mir nichts dabei, gegen Knutschen hatte ich auch nichts. Hatte mir hinterher schon Vorwürfe gemacht, warum ich mich nur mit ihm getroffen habe. Er ist auf einmal so anders geworden. Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr will und dass er aufhören soll mich anzufassen. Ich habe laut und deutlich NEIN gesagt und dass er es lassen soll. Ich wurde nur respektlos behandelt, als kindisch bezeichnet und gefragt, warum ich mich denn so anstelle. Er war an meiner Hose dran, hat mir an den Haaren gezogen und wollte dass ich sein „Teil“ in den Mund nehme. Ich habe ihm erneut gesagt, dass ich es nicht will. Hinten im Auto war die Kindersicherung drin und ich konnte nicht raus. Als ich ihn gefragt habe, ob er das öfter mit Frauen macht, ist er ausgerastet. Er hat mich dann nach Hause gefahren und den Kontakt abgebrochen. Wochen später hat er sich wieder bei mir gemeldet, ob wir uns denn nicht wieder treffen wollen und dass ich meine blöden Sprüche mal vergessen soll…

„Mir glaubte niemand.“

Ich war 15 und habe meine ersten Alkoholerfahrungen gesammelt. Als ich von einem Abend mit Freunden aus der Stadt nach Hause fahren wollte, ging ich zum S-Bahn-Gleis. Auf dem Weg folgten mir zwei unbekannte junge Männer, die mir von Anfang an komisch vorkamen. Ich ging zum hinteren Teil des Bahngleises um Abstand zu gewinnen. Sie folgten mir. Aufgrund meines gut angetrunkenen Zustandes, nahm ich es in dem Moment noch ziemlich locker als sie ein Gespräch mit mir anfingen. Sie wurden aber immer aufdringlicher und die Themen immer anzüglicher.

Ich habe vermutlich einiges verdrängt. Ich kann es bei weitem nicht mehr so wiedergeben, wie es wirklich geschah. Draußen sagte mir einer der Beiden, wie gern er mich küssen möchte. In der S-Bahn stiegen sie in mein Abteil. Niemand war dort, außer uns Dreien. Ich nahm die Ernsthaftigkeit der Situation leider zu spät wahr. Er fing an mich zu küssen und anzufassen. Der Andere schien das bereits zu filmen. Aus Angst und Unterlegenheit wehrte ich mich nicht wirklich. Ich versuchte sie wegzudrücken, aber hatte nicht genug Kraft. Abwechselnd wollten sie mich küssen und mir in die Hose fassen. An meiner Station angekommen, sagte ich ich müsse aussteigen und sie folgten mir. Sie stiegen mit aus. Wir waren ganz hinten auf dem Bahnsteig keine Menschenseele weit und breit. Einer zwang mich dazu ihm einen zu blasen.

Ich wurde geschubst. Saß auf den Knien und machte einfach mit, da ich nicht wusste was ich tun kann. Kurze Zeit später fuhr ich herum und sagte meine Mutter würde mich beim Parkplatz gegenüber erwarten und sich sicher Sorgen machen. Daraufhin ließen sie mich gehen. Ich lief aus Angst erst langsam, dann begann ich zu rennen. Sie folgten mir zum Glück nicht. Das Heim, in dem sie wohnten, war direkt in meiner Wohnsiedlung. Einige Male musste ich sie sehen und bekam Panikattacken. 
Scheinbar wurde vieles gefilmt und anschließend auch einem fernen Bekannten gezeigt. Es wurde dargestellt als hätte ich alles mitgemacht. Gesehen habe ich die Videos selber nie. Mir glaubte niemand als ich davon erzählte. Ich schämte mich und fühlte mich mitschuldig.

„Ich weiß weder wie ich letztendlich aus der Toilette kommen konnte, noch was danach an dem Abend passiert ist.“

Mit 17 hatte ich mit meinen Eltern eine Kreuzfahrt gemacht. Auf Kreuzfahrten trifft man immer Leute im selben Alter, mit denen man feiern und Spaß haben kann, so auch an diesem Abend der Kreuzfahrt. Da es der letzte Abend war, war die Besonderheit, dass manche Einheiten der Crew mit uns an Deck feiern konnten. Leider. Ich hatte Spaß mit meinen Freunden und wurde ganz schön betrunken – etwas zu betrunken für die Menge an Alkohol, die ich getrunken hatte. Nach einer gewissen Zeit mischte sich also die Crew unter uns und wir knüpften neue Kontakte. Einer der Mitarbeiter hatte es irgendwie geschafft, nachdem schon ein bisschen Zeit vergangen war, mich mit ihm ins Behindertenklo zu sperren. Ich erinnere mich nicht wie es dazu kam. Ich kenne meine Grenzen und hatte noch nie einen „Absturz“ oder einen Blackout. Jedoch kann ich mich bis heute kaum noch an den Abend erinnern. Ich vermute, dass ich Opfer von KO-Tropfen geworden bin – kann ja schnell passieren, mit lustigem Kopf und von Freunden umgeben, dass das Getränk nicht beachtet wird. Irgendwie war ich also in diesem Klo gefangen und ehe ich mich versah, küsste mich das Crewmitglied immer wieder und immer wieder, steckte mir seine Zunge in den Hals und berührte mich, obwohl ich zu ihm sagte, dass ich das nicht möchte. Er flehte mich regelrecht an – auf dem Schiff hat er keinen Kontakt zu Frauen und er will und braucht unbedingt Sex. Ich weiß, dass ich mich gewehrt habe und auch 2-3 Mal zur Tür ging, um der Situation zu entfliehen, jedes Mal zog er mich fast schon gewaltsam zurück und machte weiter, immer weiter. Ich weiß weder wie ich letztendlich aus der Toilette kommen konnte, noch was danach an dem Abend passiert ist. Ich kann auch nicht sagen, wie weit es wirklich an dem Abend gekommen ist. Lange habe ich das als garnicht so schlimm empfunden was mir passiert ist. Ich dachte ich bin einfach nur nicht so interessiert an Sex beziehungsweise meinte ich, ich sei Asexuell. Mittlerweile denke ich da anders drüber und sehe ganz klare Zusammenhänge.

„Ein ‚Dankeschön‘ für die ständigen Ausflüge zur Videothek“

Meine Mutter hat damals einen Mann geheiratet, damit wir hier in Deutschland weiterhin leben können. Das war ursprünglich ein Familienfreund meiner Oma, den sie hier schon vor unserer Anreise kennen lernte. Um den Schein der Ehe zu wahren und auch als Gegenleistung, hat dieser Mann bei uns gewohnt. Vermutlich war ich zwischen 5-7 Jahren, als mir das zugestoßen ist. Ich bin mit diesem Mann in Videotheken gegangen bin und er hat mir oft Filme und Spiele ausgeliehen. Da meine Mutter alleinerziehend und selbstständig war, hatte sie davon nichts mitgekriegt. Eines Abends hat der Mann gesagt, ich solle Nachts in sein Zimmer kommen als „Dankeschön“ für die ständigen Ausflüge zur Videothek. Ich ging dem nach, da ich als Kind natürlich nicht wusste, was es bedeuten könnte. Er hatte da schon mein Vertrauen für sich gewonnen. So hat er mich in der ersten Nacht angefangen auszuziehen und sich selbst auch. Er hat immer wieder gesagt, dass das was wir tun gut ist, Spaß macht und Menschen, die einander mögen, das so machen. Es blieb bei Nacktheit und etwas Berührung. In der nächsten Nacht sollte ich nochmal ins Zimmer gehen, da sollte ich ihm einen runterholen und, soweit ich mich erinnere, habe ich das auch gemacht, vielleicht auch nicht bis zum Ende. In der dritten Nacht wollte er, dass ich ihm einen blase. Hier habe ich zu Beginn schon abgebrochen, weil es so eklig schmeckte. Er hat gesagt, es schmeckt wie ein Lolli. Das tat es nicht und ich habe trotzdem aufgehört. Er hatte mich nicht weiter gezwungen. In der nächsten Nacht hat er versucht mit mir Sex zu haben, doch er hat mittendrin aufgehört, weil ich Schmerzen hatte. Danach hat er mich nie wieder angefasst, nie wieder großartig mit mir zu tun gehabt und zog kurzzeitig später bei uns aus. Ich weiß nicht was schlimmer ist – der körperliche Missbrauch oder der Missbrauch des Vertrauens eines Kindes, das nach einer Vaterfigur suchte. Danach habe ich sehr lange gedacht, ich wäre nicht gut genug, weil dieser Mann mich plötzlich nicht mehr wollte. Ich dachte, ich hätte irgendwas falsch gemacht und deswegen ist er fortgegangen. Ich dachte in meiner Jugend damals, ich müsse mich sexuell hingeben, um einen Mann zu halten. Selbst als mir diese Taten bewusst wurden und ich das erste Mal mit 13 es jemandem erzählt habe, konnte ich dieses Verhaltensmuster nicht ablegen und habe mich unter meinem Wert hingegeben.

„Er holte seinen Schwanz raus und drückte ihn gegen die S-Bahn Scheibe“

Ich war abends auf dem Weg nach Hause und saß in der S-Bahn. An der Haltestelle, an der es passiert ist, fährt die S-Bahn so ein, dass die Fenster etwas tiefer am Bahnsteig angrenzen als normalerweise. Ich saß in meinem Abteil, schaute nach draußen und sah eine Gruppe Männer im Kreis stehen. Einer schaute hinter sich und sah, dass ich gerade in die Richtung seiner Gruppe sehe. Daraufhin fing er an, mich anzüglich anzugrinsen und seine Kumpels auf mich aufmerksam zu machen. Sie hampelten ein bisschen rum, leckten sich über die Lippen etc. Ich hatte keinen Nerv dafür und zeigte ihnen mit einem verzerrten Lächeln beide Mittelfinger, in der Annahme, der Zug würde jeden Moment weiter fahren. Das tat er aber nicht. So hatten die Männer eine gute Weile Zeit, sich über meinen Mittelfinger aufzuregen und sich eine „Rache“ auszudenken. Alle lachten, einer kam auf mein Fenster zu. Ich hatte in diesem Moment wahnsinniges Herzrasen, habe meinen Herzschlag richtig in den Ohren gehört und war wie erstarrt. Der Typ stellte sich nämlich an mein Fenster, machte seine Hose auf, holte seinen Schwanz raus und drückte ihn gegen die S-Bahn Scheibe, wo mein Gesicht war. Ich konnte mich keinen Zentimeter bewegen. Das war der größte Schock, den ich jemals hatte. Ich war auf vieles vorbereitet in dem Moment, in dem er auf mein Fenster zu kam, aber nicht darauf. Die Bahn fuhr kurz danach weiter und ich hatte Tränen in den Augen. Es war niemand im Abteil, der es hätte sehen können und niemand sonst auf dem Bahnsteig, soweit ich das beurteilen kann. Es war ziemlich spät.

„Er wurde von den Türstehern rausgeworfen und hat Hausverbot bekommen.“

Mein Freund und ich waren mit einer gemeinsamen Freundin im Club feiern. Sie ist ein echt kleines, zierliches und richtig hübsches Mädchen und wir kannten uns vom Tanzen. Sie hat in der Vergangenheit viel Schlimmes erfahren, daher habe ich sie eigentlich nie aus den Augen gelassen, bin mit ihr auf Toilette usw. Bis zu dem Moment, als es so voll war, dass sie mich beim rauskommen nicht mehr gesehen und angefangen hat mich zu suchen. Ich sie natürlich auch.

Ende vom Lied: ein Kerl hat sie angesprochen, behauptet mich zu kennen und wollte ihr Suchen helfen. Er hat sie in eine dunkle Ecke gezogen und angefangen sie anzufassen und zu küssen.
Ich habe sie dann zum Glück gefunden, gesehen, dass sie komplett erstarrt ist (ich kenne ja die Vorgeschichte), den Kerl von ihr weggerissen und weggeschubst und ihn vor seinen Freunden richtig zur Sau gemacht.
Er wurde am Ende von den Türstehern rausgeworfen und hat Hausverbot bekommen.

„Er hob seine Arme und haute den Ball in mein Gesicht.“

Ich war 13 als ich das erste Mal mit meinem ersten Freund zusammen kam. Es war ein Auf und Ab über fünf Jahre und das wahrscheinlich prägendste Verhältnis, dass ich einging seither. Wir waren jung, verstanden nicht so viel von Liebe und Zuneigung, wie wir es meinten zu tun. Er war das Gegenteil von mir, doch wir teilten einen so absurd romantischen Bund und vertrauten einander auf einer so innig und intimen Art und Weise. Das Auf und Ab war ein ewiges Schlussmachen und wieder zusammenkommen. In der Zeit, in der wir nicht zusammen waren, konnte er die Liebe, die doch eigentlich da war, in nichts anderes, als Hass umwandeln. Es schien das Einzige zu sein, was den Frust stillen würde. Wir waren in der Schule und diese Gefühle machten sich besonders im Sport Unterricht bemerkbar. Wenn wir zusammen waren, korbte er jeden Ball und zeigte auf mich, er zog mich in die Umkleide und wir küssten uns lustvoll und verspielt. Ich liebte ihn. Er liebte mich so sehr, dass er mich schlug, wenn wir nicht zusammen waren.

Ich erinnere mich an ein Völkerball Spiel. Wir waren die letzten beiden im Spiel und sein Team war an alle Bälle gelangt, sodass deren Sieg eigentlich gesichert war. Ich konnte allen Bällen knapp entkommen, doch schmiss mich auf den Boden und da stand er. Er holte aus und flüsterte “Schlampe” und schmiss nicht den Ball, nein, er hob seine Arme und haute den Ball in mein Gesicht. Es reichte ihm noch nicht – ich war so schwer zu ertragen in seinen Augen, dass er mich treten musste – zwei mal in die Hüfte. Meine Freunde rannten zu mir. Ich stand auf und schubste ihn. Mein Lehrer schrie, hielt mich an der Schulter und schickte mich zur Direktorin. Er lachte nur und flüsterte erneut “Schlampe”.

Unzählige Vorfälle, in denen er unbestraft blieb. Stattdessen äußerte sich meine Lehrerin, die ebenso Vertrauenslehrerin der Schule war, einmal “Jungs sind so in dem Alter”. 

„Er flüsterte mir ins Ohr, ob ich wirklich gehen will und küsste mich dann“

Ich war damals 17 und mit dem Zug auf dem Weg zu meinem Freund (wir führten damals eine Fernbeziehung). Der Zug hatte keine Großräume, sondern nur kleine Abteile, von denen – bis auf Eines – alle besetzt waren. Da ich gerne in Ruhe lesen wollte, setzte ich mich in ein leeres Abteil ans Fenster. Kurze Zeit später lief ein junger Mann am Abteil vorbei, schaute kurz herein und ich erinnere mich daran, dass mir sein freundliches Lächeln auffiel, welches ich auch erwiderte. Wir waren schon ein ganzes Stück unterwegs und ich in mein Buch vertieft, als der Mann zurückkam und fragte, ob er sich zu mir setzen dürfe. Ich nickte und hörte weiter Musik. Sobald er saß, fing er an ein Gespräch zu mir aufzubauen. Dazu muss man sagen, dass ich eigentlich sehr gerne mit fremden Menschen ins Gespräch komme, aber dieses Gespräch war von Anfang an komisch. Er fragte mich wo ich herkomme, wie ich heiße, wo ich hinfahre. Ich gab ihm nur ungefähre Informationen. Er selbst erzählte mir von seiner schwierigen Familiensituation und dass er am Abend davor beschlossen habe, einfach mal für längere Zeit wegzufahren und von der Familie Abstand zu nehmen. Seinen Job habe er an dem Morgen gekündigt. Als ich fragte, ob er nicht weiß, wo er jetzt hinfährt, meinte er: „Keine Ahnung. Aber vielleicht weißt du es ja und entführst mich gerade.“ 
Sein Blick wurde immer komischer, dann begann er seine Hand auf mein Bein zu legen und machte mir Komplimente. Ich bat ihn mehrmals darum damit aufzuhören. Irgendwann stand er auf, zog die Tür und den Vorhang des Abteils zu und meinte, ich solle mein Buch weglegen. Ich war komplett überfordert mit der Situation, hatte Angst, dass er mich an meiner Station nicht würde aussteigen lassen und schrieb einer Freundin. Zum Glück kam genau da der Schaffner und kontrollierte die Tickets und als er wieder ging, diskutierte ich mit dem Mann über die zugezogenen Vorhänge. Er meinte, ich müsse doch Verständnis dafür haben, dass er sich in Ruhe umziehen will und begann sich auszuziehen. Bis auf seine Unterhose war er nackt, ich beachtete ihn nicht und starrte krampfhaft mein Buch an. Er zog sich dann auch wieder an, lehnte sich dafür aber ständig über mich, um die Landschaft durch das Fenster besser sehen zu können. Zehn Minuten vor meiner Ankunft erklärte ich ihm, ich würde schon mal an die Tür gehen und wünschte ihm eine gute Weiterfahrt. Dabei habe ich aber nicht gemerkt, dass er sich auch hingestellt hat und als ich mich umdrehte, stand er direkt vor mir zog mich in eine feste Umarmung, flüsterte mir ins Ohr, ob ich wirklich gehen will und küsste mich dann. Irgendwie hab ich es geschafft ihn von mir wegzuschubsen, meine Sachen zu packen und durch den ganzen Zug zu rennen. Am Bahnsteig bin ich dann zusammengebrochen. 

„Ich hatte den ganzen Weg lang Verfolgungswahn“

Er zog mich hinter das Haus, welches meine Freundin gemietet hatte, um Ihren Geburtstag zu feiern. Es hatte geregnet und der Boden war nass. Trotzdem zog er mich zu Boden, sodass ich mit dem Rücken auf dem kalten Boden lag und er über mir. Er fing an seine Hand in meine Hose zu tun und seine auszuziehen, woraufhin ich sagte: “Nein, ich möchte das nicht!”. Er machte weiter und sagte so etwas wie, „das sei doch aufregend hier draußen“. Ich fühlte mich so unwohl und befand mich in so einem Schock, dass ich auch gar keine körperliche Kraft hatte ihn von mir weg zu stoßen, zumal er auch gegen diese Versuche ankämpfte. Letztendlich habe ich es doch geschafft, aber auch nur weil ich meinte: „Warte ich komme gleich wieder”. Sonst hätte er das ‚Nein‘ nicht akzeptiert. Ich bin zu meiner Freundin gegangen und meinte, dass ich jetzt Nachhause gehen würde. Ich hatte den ganzen Weg lang Verfolgungswahn wegen diesem Typen.


Das ist jetzt 4 Jahre her und bis jetzt habe ich es auch keinem erzählt.

„Ich habe ihn auf der Plattform gemeldet.“

Ich war 17 Jahre alt, gerade fertig mit der Schule und auf der Suche nach einem Nebenjob. Über eine Webseite bin ich auf einen Mann gestoßen, der Betreuung für seine Kinder gesucht hat und wir hatten ein Treffen vereinbart. Die erste komische Sache, an der ich hätte stutzig werden sollen war, dass er mir seinen Nachnamen nicht verriet, sondern sagte, ich solle anrufen wenn ich unten stehe, er kommt dann. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl zu seiner Wohnung und es erschien erst alles recht normal, ein paar Fragen hier und da, „ob ich denn einen Freund hätte.. nein? Ach Mensch das wäre ja perfekt“. In seiner Wohnung angekommen führte er mich rum, 1 Kinderzimmer für 2 Kinder, nur ein Bett, Kühlschrank voll mit Alkohol. Er sagte, er müsse kurz auf die Toilette, ich könne mir den Prospekt (Dessous), der auf dem Tisch liegt, solange ja mal angucken. Ich bekam ein ungutes Gefühl. Er rief mich, ich solle kurz nach oben kommen, er will mir etwas zeigen. Oben angekommen, wohlgemerkt in seinem Schlafzimmer, klagte er über Verspannungen im Rücken, ob ich ihn denn bitte kurz massieren könne. Ich sagte ihm, dass ich das nicht kann und auch nicht mag. Er hatte sich obenrum schon ausgezogen und aufs Bett gelegt. Eh ich mich versah, hatte ich ein Massageöl in der Hand. Er machte seine Jalousien runter, „man will ja nicht gesehen werden dabei.“ Ich bekam Panik, tat aber was er wollte, denn ich wusste nicht was ich sonst tun sollte und wozu er fähig wäre. Nach ca. 4 Minuten hörte ich auf und ging ins Bad um meine Hände zu waschen. Unfassbare Angst. Was jetzt? Polizei? Ich nahm all meinen Mut zusammen und entschied mich, da ich mein Handy nicht bei mir hatte, dagegen. „Ob ich mir denn was nettes aus dem Prospekt ausgesucht hätte“, fragte er. „Nein“, entgegnete ich. „Na es ist ja noch etwas Zeit dafür. Er müsse jetzt kurz ins Büro aber kommt in einer Stunde wieder, ich könne ja schonmal anfangen zu putzen.“ (?!?) Sobald er weg war, nahm ich meine Sachen und rannte los, ich hatte solche Angst, dass er irgendwo draußen steht. Der Fahrstuhl ging nicht, also ab ins Treppenhaus. Ich versuchte verzweifelt jemanden zu erreichen um zu erzählen, was mir gerade passiert war, jedoch kein Empfang.

Gefühlte Stunden später, endlich auf der Strasse und sicher im Bus, rief er an. Ich ging nie wieder ran. Ich habe ihn auf der Plattform gemeldet. Bis heute meide ich die Haltestelle und habe Angst, ihn irgendwann zufällig in der Bahn zu treffen. 

„Der Eine drückte mich immer weiter gegen eine Wand, während der Andere anfing den Träger meines Kleides runterzuziehen.“

Ich war 15 und auf dem Weg nach Hause. Es war gerade mal 21h, aber der U-bahnhof bei mir ist auch um diese Zeit immer schon ziemlich leer. Nachdem ich aus der Bahn ausgestiegen bin wollte ich oben den richtigen Ausgang nehmen, als von der anderen Seite zwei Männer auf mich zukamen. Da ich Musik gehört habe sind sie mir zunächst nicht weiter aufgefallen, doch als sie sich mir schließlich in den Weg stellten, nahm ich meine Kopfhörer raus und fragte, was sie wollen. Es kam keine Antwort, stattdessen drückte der eine mich immer weiter gegen eine Wand, während der Andere anfing den Träger meines Kleides runterzuziehen. Ich stand total unter Schock und war sehr angewidert von den beiden, doch konnte nichts tun. Ich konnte nichtmal schreien und fühlte mich dadurch unfassbar hilflos. In dem Moment hatte ich wohl einfach sehr viel Glück, da Menschen kamen, die Situation sofort gecheckt haben und losgerannt sind, um mir zu helfen. Die Typen sind natürlich schnell weg und leider weiß ich bis heute nicht wer sie sind.

Damals habe ich mich sehr dafür geschämt, dass ich nicht mal versucht habe, mich zu wehren und konnte deshalb lange Zeit nicht wirklich darüber sprechen. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass mich keine Schuld trifft und bis heute bin ich unglaublich wütend darüber, wie schwach ich mich durch diese Männer gefühlt habe.