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„Das wird dir gefallen!“

Ich war 16, es war Wochenende und ich war mit meiner besten Freundin unterwegs. Wir trafen zufällig ein paar Jungen aus meiner Klasse, die uns zu einer Party mitgenommen haben. Die Party war bei jemandem, der eine Klasse unter uns war und der sturmfreie Bude hatte.

Einer der Jungen aus meiner Klasse schlug vor, dass wir an der Trinkhalle Alkohol kaufen könnten, weil es auf der Party keinen gab. Ich hatte kaum Geld dabei und überraschenderweise hat er mir ein paar Getränke ausgegeben, was ich total nett fand. Er hat mir viele kleine Flaschen Jägermeister gekauft. Das war ich nicht gewohnt und ich wurde ziemlich betrunken.

Zurück auf der Party hat er mit mir geflirtet. Ich fand das zwar ungewöhnlich, aber zunächst nicht unangenehm, weil ich ihn mochte, wenn auch nicht auf diese Art. Ich hielt es an sich eher für einen harmlosen Scherz. Er ist dann noch mal alleine zurück zur Trinkhalle gegangen, um mich noch betrunkener zu machen.

Er fing an, mich zu küssen und meinte, ich solle mal mit ins Nachbarzimmer kommen, er wollte mir was zeigen. Im Nachbarzimmer waren wir allein, es war dunkel und ich erinnere mich, dass er mich auf den Boden zwischen Hanteln und andere Fitnessgeräte gelegt hat. Er hat mich geküsst und mir unter den Pulli gefasst, mich nach und nach weiter ausgezogen und gesagt, dass er mit mir Sex haben möchte. Ich habe über die Idee nur gelacht, habe ihm gesagt, dass ich noch nie Sex hatte und außerdem hatte ich meine Tage. Um einfach aufzustehen und zu gehen, war ich aber zu betrunken und zu müde. Er hat gesagt: „Das wird dir gefallen!“, hat mir den Tampon rausgezogen und sich auf mich gelegt. Dann hat er mich entjungfert, während ich betrunken vor mich hin gedöst habe.

Später bin ich dann nackt an den Leuten meiner Schule vorbei durch die Wohnung gelaufen, um zur Toilette zu gehen, weil ich so betrunken war, dass mir nicht mal aufgefallen ist, dass ich nichts an hatte. Zum Glück war das, bevor es Handys gab, aber in den Wochen danach zur Schule zur gehen, war trotzdem unfassbar peinlich. Noch jetzt, so viele Jahre später, laufe ich regelmäßig einer Frau über den Weg, die in der Klasse war. Und frage mich, ob sie es noch weiß.

Am nächsten Tag hatte ich einen kompletten Filmriss und konnte mich als Letztes daran erinnern, dass wir an der Trinkhalle gestanden und Jägermeister getrunken hatten. Ich habe meine sogenannte Freundin angerufen und gefragt, wo wir am Abend vorher waren und was wir getan hatten. Sie hat mir dann ein bisschen schadenfroh erzählt, dass ich splitternackt bei der Party rumgelaufen bin und dort mein erstes Mal hatte.

Zusätzlich zu der Scham darüber kam dann noch Panik dazu, was mit dem Tampon passiert war, den ich auf der Party noch drin hatte. Ich bin deshalb an dem Wochenende noch als Notfall ins Krankenhaus zum Gynäkologen gegangen, wo ich irgendeine wilde Lügengeschichte erzählt habe, weshalb ich angeblich nicht sicher wüsste, ob ein Tampon tief in mir verloren gegangen ist oder nicht. Auch das war unfassbar peinlich und unangenehm.

Die Erinnerungen an den Abend sind nach und nach zurückgekehrt und die Scham ist lange geblieben. Der Junge aus meiner Klasse ist ein richtig zwielichtiger Typ geworden und ich bin mir sicher, dass er diesen Abend nicht eine Sekunde bereut hat. 

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Ich kann meine Freundin jetzt nicht jedes mal fragen, bevor ich sie anfasse.

November letzten Jahres war ich auf der Geburtstagsfeier eines Freundes. Wir saßen in seinem Zimmer. Einige auf dem Boden, ein Kumpel von ihm, seine Freundin und ich auf dem Sofa. Während des Abends unterhielt ich mich immer mal wieder mit dem Kumpel und seiner Freundin. Irgendwann setzte sie sich auf seinen Schoß und ich kam mehr mit ihm ins Gespräch. Er wirkte nett, aber auch etwas seltsam. Besonders, weil er mich seit meiner Ankunft dauernd ansah und irgendwie hatte ich ein komisches Bauchgefühl bei ihm.
Wir unterhielten uns und immer wieder gab er mir Komplimente über mein Outfit und fragte, ob ich überhaupt eine Hose unter meinem Outfit trug. Plötzlich griff er nach meinem Oberschenkel und schmunzelte mich an. Ich bat ihn darum, seine Hand von mir zu nehmen und fragte ihn, was das soll. Besonders, da seine Freundin noch auf seinem Schoß saß und es nicht mitbekommen hatte. Er erwiderte: „Ich wollte nur wissen, wie du reagierst. Ich finde es toll, wenn Frauen nein sagen können. Das machen nicht viele.“
Ich erwiderte daraufhin, dass die meisten vermutlich nichts sagen, aus Angst, nicht ernst genommen zu werden. Und das man vorher fragen sollte.
Er meinte dann: „Aber ich kann meine Freundin jetzt nicht jedes mal fragen, bevor ich sie anfasse. Und wenn eine Frau nicht angefasst werden will, muss sie es sagen.“
Ich habe das Gespräch von mir aus beendet und einigen von meinen Freunden davon erzählt. Alle rieten mir ab, es meinem guten Freund zu erzählen. Dabei finde ich, dass er wissen sollte, wie sein Kumpel darüber spricht. Und vielleicht denkt er das nächste Mal eher darüber nach, was er sagt und macht.

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Anfangs habe ich ihn weggeschoben

Mit 16 war ich mit meiner Stufe für ein Wochenende weg. Es wurde viel Alkohol getrunken und gefeiert. Ein Typ war die ganze Zeit mega aufdringlich und hat versucht mich von der Gruppe wegzudrängen. Dann hat er versucht mich zu küssen, obwohl ich die ganze Zeit ’nein‘ gesagt habe. Er hat gesagt, er sagt es niemandem und hat weiter gemacht. Irgendwann habe ich auch mitgemacht. Dann hat er mich zu seinem Auto geschleppt und wollte dort mit mir rummachen. Ich habe ’nein‘ gesagt, habe gesagt, dass ich zu betrunken sei und das nicht will. Aber er hat mich festgehalten und ich konnte kaum stehen, geschweige denn mich losreißen. Dann ist er mit seiner Hand in meine Hose. Anfangs hab ich ihn weggeschoben und ’nein‘ gesagt, irgendwann habe ich es über mich ergehen lassen, die Augen zugemacht und geweint. Ich dachte, dass sei besser als wenn ich mich weiter wehre und er mir wehtut. Er hat dann auch meine Hand in seine Hose geschoben. Irgendwann hat er mich gehen lassen. Ich habe ein paar mal geduscht und niemandem davon erzählt. Ich dachte es sei meine Schuld, weil ich betrunken war und er das sicher „nicht so gemeint“ hat.

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Ich habe eine Sexualtherapie angefangen…

2015 – ich war 14, er 15

Es war das erste Mal, dass ich mich mit meinen Freunden zum Trinken traf. Wir waren bei einer Freundin zu Hause. Ich kannte ihn, er ging in meine Klasse und war Teil unserer Freundesgruppe. Im Laufe des Abends, während wir immer betrunkener wurden, fing er an mich im Beisein meiner Freunde anzufassen (ich weiß nicht, ob sie es gemerkt haben). 

Ich sagte nichts, fühlte mich unwohl und war aufgeregt. Irgendwann wurde es mir zu viel. Ich wollte Abstand und ging auf den Balkon. Er kam nach und fragte, ob es mir gut ging und ob ich was trinken wollte. Ich sagte ja, aber bitte keinen Alkohol. Er kam mit „Wasser“ bzw. Wodka zurück. Ich nahm einen Schluck und bekam ein ganz komisches Gefühl. 

Die Situation war mir sehr unangenehm, deswegen sagte ich, ich würde lieber reingehen zu den anderen, weil mir kalt war. „Ich weiß was dagegen hilft“ sagte er. Ich war dabei reinzugehen, aber er packte mich an meinem Arm und küsste mich. Ich war so erschrocken und machte erstmal mit, irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich in dem Moment gar nichts mehr machen konnte. Ich war wie versteinert. Er ließ seine Hand unter meinen Slip gleiten. Es war mir absolut unangenehm, wie seine Hand auf meiner Vulva lag. Und dann führte er seinen Finger ein. Es tat weh, ein stechender Schmerz. 

Unangenehm, schmerzhaft, verletzlich, ausgeliefert, unsicher, komisch, kalt. Das fühlte ich in diesem Moment. „Ich glaube das ist keine gute Idee…“ entgegnete ich. Und er reagierte mit: „Wir sind doch nur unter Freunden…“. Und dann ging ich doch rein. Als ich auf Toilette ging, war Blut in meiner Unterhose…

Das war meine erste Erfahrung mit sexueller Berührung. Er drehte es später so, dass ich ihn geküsst hätte. Ich konnte ihm nie meine Meinung sagen und dieses Erlebnis hat meine Sexualität nachhaltig geprägt. Es folgten viele weitere schlechte Erfahrungen mit Männern und Sex, wie in einer Negativspirale. Vor einem Jahr habe ich eine Sexualtherapie angefangen, die mir geholfen hat zu heilen und an meinen Wunden zu arbeiten.

Auch wenn ich weiß, dass mich diese Erfahrungen mein ganzes Leben lang begleiten werden, konnte ich durch die Therapie wieder zu meinem Körper finden. Endlich kann ich bei Sex und Selbstliebe FÜHLEN und habe so gut wie keine Schmerzen mehr bzw. weiß, wie ich sie kommuniziere und nein sage.

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Ich sagte „Nein“. Daraufhin erwiderte er „Was Nein? Drück dich mal besser aus“.

Ich war damals die Affäre und dachte ernsthaft das mit uns hätte eine Zukunft. Er brachte mich bei seinem besten Freund unter, weil er noch kurz etwas von der Arbeit zu erledigen hatte. Es dauerte Stunden und ich wurde müde. Er bot mir an auf der Couch ein wenig zu schlafen. Als ich mich jedoch hingelegt hatte, legte er sich nach ein paar Minuten plötzlich zu mir und fing an mich anzufassen. Er presste sich an mich und ich sagte „Nein“. Daraufhin erwiderte er „Was Nein? Drück dich mal besser aus“, und machte weiter. Ich rückte von ihm ab und versuchte ihm zu entkommen, als er tatsächlich irgendwann aufhörte. Als mein „Partner“ zurückkam, sprach er mich im Auto darauf an, ob irgendwas passiert sei. Ich erzählte es ihm und seine Reaktion war: „Das macht er bei allen Freundinnen außer meiner Frau und bei fast allen außer dir hats geklappt.“ 
Da wusste ich wir haben keine Zukunft und erst Jahre später konnte ich es wem erzählen.

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Damals war ich 16.

Ich hatte an dem Tag einen Termin. Ich war danach sehr fertig mit den Nerven und habe mich auf einen leeren Spielplatz zurückgezogen, weil ich weinen musste. 
Plötzlich kam ein Mann zwischen 20 und 30 auf mich zu. Er hat mich zuerst auf die Wange geküsst, hat sich neben mich gesetzt und mich an intimen Stellen angefasst. Ich war im ersten Moment viel zu schockiert um zu reagieren. Der Mann sagte immer wieder etwas von „Kaffee und Tee mit nach oben“.
Er nahm mich an die Hand und ging in die Richtung von einem Hochhaus. Als ich davor stehen geblieben bin, hat er versucht mich hochzuheben und wollte mich auf den Mund küssen.
Zum Glück hat sich in dem Moment noch ein Schalter bei mir umgelegt und ich konnte mich losreißen und bin dann wie der Teufel gerannt.
Der Typ hat wahrscheinlich gesehen, dass ich in einer verletzlichen Lage bin und wollte das ausnutzen.

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„Stell dich nicht so an, ich weiß doch, dass du so eine bist“

Ich war 17 und auf einer kleinen Party mit einigen Freundinnen, man kannte viele Leute.
So auch ihn. Wir kannten uns schon einige Jahre und hatten uns vor ein paar Monaten auf einer Party auch schon geküsst. 
So fing es diesmal auch an, wir sind zusammen eine rauchen gegangen und standen zusammen mit etwa 7-8 Leuten. Da fiel ihm auf, dass er kein Bargeld mehr hatte und fragte ob ich mit ihm zur Sparkasse gehen würde, sie sei nur etwa 3 Minuten entfernt. Das war der erste Moment, den ich mir anschließend Jahre lang vorwarf. — Warum bist du mitgegangen, wieso bist du nicht dort geblieben und hast mit deinen Freundinnen gefeiert? —

Wir liefen los, ich ihm hinterher ohne zu wissen wohin bis zu einem Park. Er küsste mich und anfangs war das auch ok so und ich muss ehrlich sagen ich wollte ihn auch küssen. Dann fing er an mir zwischen die Beine zu fassen und meine Hand an sein Glied zu drücken. Ich sagte ’nein‘ und das ich das nicht will, wo denn jetzt die Sparkasse sei und ob wir bitte zurück zur Party gehen könnten. 
„Stell dich nicht so an, ich weiß doch, dass du so eine bist“, erwiderte er, während er mich zu Boden riss, mich mit der einen Hand würgte und mit der anderen meine Hose öffnete.

Ich war kurz wie erstarrt und wusste nicht weiter. Ich wollte schreien, aber ich konnte nicht. Bis heute weiß ich nicht wie genau ich es gemacht habe, aber ich bin losgekommen und bin zurück gerannt zu dieser Party, zu meinen Freundinnen und bin mit ihnen nachhause gegangen. Ich habe geweint und am ganzen Körper gezittert, konnte aber niemandem davon erzählen, weil ich immer dachte ich sei selber schuld gewesen und dass ich überreagiere… Heute weiß ich, dass das nicht stimmt.
Der erste Freund, dem ich diese Situation nach einigen Jahren erzählen konnte, der mir damals zusprach und für mich da war, ist heute mit ihm befreundet…

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Ich habe in Tracht gekellnert…

Ein Erlebnis, welches sich mir eingeprägt hat, geschah als ich 16 war. Ich wohne in Bayern und habe in Tracht gekellnert. Mir ist etwas Kleingeld aus dem Geldbeutel gefallen. In meinem Dirndl habe ich mich extra nicht vornübergebeugt, sondern bin in die Hocke gegangen um die Münzen aufzusammeln. Obwohl ich mich zur Seite gedreht habe, um den Blick ein wenig zu versperren, durfte ich mir von dem Gast (74-jähriger Freund meiner Oma) anhören, dass ich seine Maß doch gleich wieder mitnehmen solle, denn nach dem Anblick sei das Einzige was er trinken wolle nur noch meine Brustmilch.

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Mein Körper gehört nur mir!

Ich war so circa 14/15 und in meiner ersten Beziehung. Wir waren schon einige Zeit zusammen und hatten auch schon Geschlechtsverkehr gehabt. 
An einem Tag lagen wir im Bett und haben gekuschelt und rumgemacht. Er wollte mehr, ich aber nicht. Ich habe immer wieder ‚Nein lass das‘ oder ‚Nein ich will das nicht‘ gesagt und ihn versucht von mir runter zu drücken. Aber es ist trotzdem passiert. Er ist danach nach Hause und ich hatte danach körperliche Schmerzen. Als ich ihn am nächsten Tag darauf ansprach, hat er gesagt das sowas keine sexuelle Gewalt sein kann weil wir in einer Beziehung sind und man da immer Sex haben kann. 
Ich habe lange gebraucht um zu realisieren, dass das Schwachsinn ist. Mein Körper gehört nur mir und auch in einer Beziehung muss mein Partner das zu jedem Zeitpunkt respektieren!

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‚Du bist jetzt bestimmt ganz feucht‘

Ich war auf der Geburtstagsfeier einer Mitschülerin und unterhielt mich mit Anderen. Da kam, ein mir fremder Junge, und fing an den Mitschüler, mit dem ich mich unterhielt, zu massieren. Nach einigen Sekunden fiel sein Blick auf mich und er machte das auch bei mir. Ich fand das unangenehm, meine Schultern verkrampften sich und ich ging einen Schritt zur Seite. Er fragte nach meinem Namen und stellte sich vor. Nach meiner Antwort sagte er, dass er in der Nähe wohnen würde und ob ich mitkommen möchte. Ich sagte, ‚Nein, ich kenne dich doch garnicht‘. Die ganze Situation kam wir sehr absurd vor. Er fragte nochmals und nach einem ausdrücklichen ‚Nein!‘ ging er weg mit den Worten ‚Du bist jetzt bestimmt ganz feucht‘. Der Mitschüler, mit dem ich vorher geredet hatte, sagte mir darauf ‚Mach dir keine Gedanken. XY ist nunmal so‘.
Heute würde ich was sagen, aber damals war ich viel zu schüchtern um was zu sagen.

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„Ich kann jetzt deutlicher nein sagen“

Ich hatte mich mit einem Jungen, den ich gerne mochte, auf ein Date getroffen. Wir hatten uns einen Film angeguckt und uns auch geküsst, was ich bis zu diesem Zeitpunkt auch noch schön fand. Doch dann fing er immer wieder an mich zufassen. Mal schob er seine Hand unter mein Shirt, die ich immer wieder wegschob, und versuchte meine Brüste anzufassen. Mal grabschte er mir an den Po oder steckte mir seine Hand in die Hose. All seine Versuche hatte ich jedesmal abgeblockt, da ich mich damit sehr unwohl fühlte, doch er hörte nicht auf. Danach die Wochen habe ich mich unglaublich schlecht gefühlt und mir selbst die Schuld gegeben, da ich ja deutlicher hätte sein können. Doch mittlerweile habe ich gelernt das es nicht meine Schuld war und kann jetzt deutlicher denn je nein sagen!

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„bietet euch an, meistens reicht eine kleine Nachricht.“

„Missbrauch fängt da an wo DU ihn empfindest.“ Das hat mir meine Psychologin bestimmt 100 mal gesagt, aber so richtig verinnerlicht habe ich es bis heute nicht. 

„Es gibt doch so viel schlimmeres, alleine in meinem engsten Freundeskreis, und mir geht es doch super!“ Das war meistens meine Antwort. Ich saß auf dem grünen Sessel ihr gegenüber, wieder ein Kilo leichter als 6 Tage vorher. Die Zwangseinweisung hing schon seit Wochen in der Luft, aber ich habe damals nicht gesehen, dass es mir überhaupt nicht gut ging. 

Auch heute sage ich immer zu jedem „Ich bin froh, dass ich nie sexuelle Gewalt erfahren habe.“ Dabei ist das eine Lüge. Es waren ’nur‘ Berührungen über den Anziehsachen, ’nur‘ Worte und ’nur‘ Machtspiele, aber ich war zwischen 4 und 6 Jahre alt und der andere Beteiligte war mein Turntrainer. 

Auch später, war es doch ‚einvernehmlicher‘ Sex, schließlich bin ich doch schon lange mit ihm zusammen und ich habe ja nicht gesagt, dass ich keinen Sex haben möchte.

Irgendwie will ich nicht wirklich zu der ‚Gruppe‘ der Menschen gehören die sexuelle Gewalt erfahren haben, weil ich Angst habe stigmatisiert zu werden als ‚Opfer‘, als ’schwach‘, als ‚wertlos‘. Mit den Jahren und der Therapie habe ich verstanden, dass keiner aus meinem Umfeld mir diese Stempel gibt, sondern nur ich. 

Ich habe immer alles mit einer gewissen Doppelmoral bewertet. Mein Umfeld hat immer den Platz eingeräumt bekommen der notwendig war um Geschehenes zu verarbeiten, aber mir selbst gegenüber habe ich mir genau diesen Raum nicht gestattet und auch heute tue ich das nicht ausreichend. 

Am meisten werfe ich mir heute vor, dass ich mir genau diesen Platz nie eingeräumt habe, aber das ist genauso falsch. 

Heute verstehe ich aber warum ich oft als kalt und unnahbar beschrieben werde bevor man mich kennenlernt. Ich habe diesen Schutz als Kind gebraucht und das ist auch vollkommen okay. 

Ich habe eine Bitte an Euch alle da draußen. Wenn ihr jemandem in eurem Umfeld habt dem es nicht gut geht, bietet euch an, meistens reicht eine kleine Nachricht. Eure Aufgabe ist es nicht Schritte einzuleiten, sondern eure Unterstützung anzubieten bei den Schritten die die betroffene Person gehen möchte. Hierbei ist es egal was ihr für richtig haltet, es ist egal was ihr denkt wie ihr gehandelt hättet. Es geht nicht um euch. 

Danke fürs lesen 🙂 

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„Ich werde vielleicht immer extra vorsichtig sein“

Wenn man sich als Erwachsener zurück erinnert an die ersten Momente die man wirklich bewusst wahrgenommen hat, dann sind das meistens kleine Momente. Das erste Mal als ich den Kindergarten betreten habe. Das erste Mal als ich im Kindergarten belohnt wurde. Das erste Mal als mich eine Biene gestochen hat. Das erste Mal als mich jemand im Sandkasten geschubst hat. Ich sehe das alles, aber da ist noch etwas. Lange Zeit ganz tief vergraben unter ganz viel Scham. Wenn ich zurück denke, dann sehe ich IHN (m, anfang 40). Wie er mich abholt und meine Eltern winken. Ich freue mich, weil ich ein Kind bin und nicht weiß, dass das was passieren wird nicht normal ist.

Dass man als Kind sexuell missbraucht wurde, ist einem im seltensten Fall bewusst, wenn es passiert. Erst später, wenn die Leute in der Schule nicht die gleichen Erfahrungen gemacht haben wie man selbst oder, wenn man von den Eltern gewarnt wird, vor Menschen, die genau das machen was einem passiert ist, wird einem klar, dass da was nicht stimmt. Mit neun habe ich angefangen darüber nachzudenken, was mit mir passiert, wenn ein bestimmter Verwandter nach der Schule auf mich aufpasst. Das sind 4 Jahre. 4 Jahre an gesammelten Erinnerungen über Berührungen, Genitalien, raue Männerhände und immer wieder die gleichen Worte “Unser Geheimnis”. Ein Verwandter, jemand dem meine Eltern vertraut haben, jemand dem ich vertraut habe. Jemand von dem man nicht denken würde, dass er es war, weil er nett war. Lustig. Frauen fanden ihn schon immer attraktiv und wieso sollte sich so jemand also an einem Kind vergreifen? Jemand mit Familie, einer schönen Frau, eigenen Kindern und einer erwachsenen Geliebten. Unser Geheimnis. Daran erinnere ich mich noch. Ich erinnere mich nicht mehr wie es angefangen hat, aber manchmal, wenn ich Nachts nicht schlafen kann, oder zu viele Gedanken in meinem Kopf herum schwirren, dann überlege ich mir wie vorsichtig er gewesen sein muss. Wie angestrengt er vor meinen Eltern so aussehen musste, als ob es ihm nicht unglaublichen Spaß bereitet mit mir “Hoppe, hoppe, Reiter” zu spielen. Wahrscheinlich hat es ihm körperliche Schmerzen bereitet nicht über meine Beine zu streichen, wie er es gemacht hat, wenn wir alleine waren. Meine schöne weiche Haut. Männer sagen das zu mir. Es ist ein Kompliment. Ich liebe es wenn man das zu mir sagt, weil ich weiche Haut habe. Männer sagen das zu mir, seit ich denken kann. Das mag ich nicht. Meine Haut hat so eine schöne Farbe, Karamell, Cappuccino, Milchkaffee, Kaffee Schokolade. Rate welche Dinge ich ekelhaft finde. Karamell, Cappuccino, Milchkaffee, Kaffee Schokolade. Ich hasse Männerparfüm. Nicht alle, aber diese schweren Gerüche die einem in der Nase hängen, auch wenn der Mann schon seit Stunden nicht mehr da ist. Ich hasse Motorräder und ich hasse Fila Sportjacken. Ich hasse Männer mittleren Alters, Harrison Ford, Alec Baldwin – Er sieht so ziemlich genau aus wie Alec Baldwin – schon immer. Ich hasse die Frage nach meiner restlichen Familie und ich hasse wie das Leben für mich sein musste.

Zurück zu meinem neunjährigen Ich. 13 Jahre in der Vergangenheit, als mir gerade erst klar geworden ist, dass es nicht okay ist mit einem erwachsenen Mann zusammen im Bett Mittagsschlaf zu machen. 13 Jahre in der Vergangenheit, als mir klar wurde, dass es nicht normal ist, dass ich so selten etwas anhabe, wenn er auf mich aufpasst. 13 Jahre zurück zu einem Mädchen das mit 9 lernen musste was es bedeutet sich für sich selbst zu schämen. Ich habe lange gebraucht bis ich meinen Eltern sagen konnte was mich daran stört zu ihm mitzugehen. Ich habe mich geschämt dafür, dass ich nicht früher was gesagt habe. Geschämt, weil man sich eben schämt, wenn man gerade etwas ganz komisches über sich selbst gelernt hat. Zusätzlich zu dem Scham hatte ich furchtbare Angst. Ich wollte nicht, dass meine Eltern sauer sind auf mich. Weil ich nichts gesagt habe. Weil ich mich ausgezogen habe, wenn er das wollte. Ich habe mich anfassen lassen. Ich habe ihn angefasst. Alles in mir schreit jetzt “Ich dachte das ist normal”, aber damals hatte ich so fürchterliche Angst, dass ich Ärger bekomme, am besten noch vor meinen Schwestern. Ich habe mich doch eh schon genug geschämt. Irgendwann konnte ich es nicht mehr für mich behalten. Warum wollte ich plötzlich nicht mehr zu ihm? Warum weinte ich plötzlich, wenn ich zurückkam? Warum sperrte ich die Türen zu, wenn sein Besuch angekündigt wurde.

“Mama, wenn ich bei ***** bin muss ich mich immer ausziehen.” “Mama, wenn ich bei ***** bin muss ich sein Dings anfassen.” “Mama, wenn ich bei ***** bin muss ich mich auf ihn setzen.” “Mama, ***** ist komisch.”

Ich hab kein Wort rausgebracht. Ich hab sie angeschaut, wollte etwas sagen und hab nur noch geweint. Lange lange geweint. Der ganze Scham, die Wut und die Angst kam plötzlich aus mir heraus. Da wusste sie es. Ich hab nicht in ihre Augen geschaut, aber ich habe gemerkt wie sich ihre Finger plötzlich ganz anders angefühlt haben. Ich hab gemerkt, wie sie mich plötzlich fester gehalten hat. Ihr Baby. Als ich endlich in ihre Augen schauen konnte waren sie so traurig. Bis heute fühle ich mich schlecht. Wäre ich stärker gewesen, hätte ich mehr Durchhaltevermögen gehabt, es einfach über mich ergehen zu lassen, hätte ich sie davor bewahren können diesen Schmerz zu fühlen. Niemand will der Grund sein aus dem Mama weint.

Irgendwann hat sie mir gesagt ich soll hochgehen, in mein Zimmer. Kaum habe ich die Tür zu gemacht hörte ich sie nach meinem Papa rufen. Schreien. Weinen. Gläser zerschlagen. Dann die Tür zum Gang. Dann die Tür zu meinem Zimmer. “Schau mich an”, hat er gesagt. Also tat ich es. Still, stumm, einfach nur angestarrt. Verschämt, verängstigt und voller Schuldgefühle. Das erste Mal, dass ich meinen Papa weinen gesehen habe. Noch mehr Schuld. Wieso? Wieso? Wieso? Viele Stunden voller Fragen folgten. Viele Male wurde mir gesagt ich habe an gar nichts Schuld. Für mich war das anders. Ist das anders. Das ist eine Art der Schuld die man nie los wird. Eine Art der Schuld die sich ganz leise anschleicht und einen übermannt, wenn man es am wenigsten erwartet. Seine Frau ließ sich scheiden, die Polizei wurde eingeschalten. Meine Geschwister und seine Kinder erfuhren nichts. Es war schwer mit der Polizei zu reden. Ein Mann mittleren Alters und eine jüngere Frau. Ironisch. Er war nett, aber welcher Mann mittleren Alters war nicht nett zu mir. Die Frau war nett, aber irgendwie kam es mir nicht vor als ob sie mir wirklich glaubte. Zumindest anfangs nicht. Erst als die Fragen detaillierter wurden. Vorlieben, bestimmte Körpermerkmale, Behaarung, bestimmte Momente, bestimmte Grenzen. Die Erkenntnis in ihren Augen, die darauf folgende Wut. Kein Kind denkt sich so etwas aus. Kein Erwachsener sollte diese Erinnerungen in einem Kind platzieren. Die Erkenntnis. Der Schock. Die Wut. Dieser Stille Moment, wenn keiner weiß was man sagen soll. Es sind 13 Jahre vergangen seit ich das wieder gesehen habe. Ich habe es Freunden erzählt. Die gleiche Reaktion. Ich habe es zum ersten Mal einem Mann erzählt. Es wurde Zeit. Mir ist klar geworden, dass es mich kaputt macht es niemandem zu erzählen. Es macht mich kaputt mich weiter zu schämen. Zum ersten Mal in meinem Leben hab ich das Gefühl, dass ich alles von mir zeigen kann. Alle Ängste, alles Sorgen, alle Gefühle.

Heute habe ich vor vielen Dingen Angst. Ich finde es ganz furchtbar berührt zu werden. Meine Freunde finden mich komisch deswegen und ich kann Sex nie wirklich genießen. Sobald jemand seine Finger benutzt muss ich an frühere Momente denken und ekle mich vor mir selbst. Ich habe Angst vor Umarmungen aus denen ich mich nicht rauswinden kann. Natürlich könnte er jederzeit auftauchen und dieser Gedanke macht mir Gänsehaut. Menschenmengen, Fremde, Unordnung und fehlende Kontrolle, all das macht es mir schwer. Ich habe lange gebraucht bis ich mich wieder irgendwo Zuhause gefühlt habe.

Gleichzeitig habe ich aber auch Verlustängste entwickelt. Es ist schwer zu verstehen, aber für mich hatte diese Person auch eine Bezugsrolle. Ich mochte ihn. In meiner kindlichen Dummheit konnte mein Herz nicht unterscheiden zwischen Freund und Feind, das musste ich erst später lernen. Deshalb war es schwer, als er so plötzlich nicht mehr Teil meines Lebens war. Ich war ein Kind und verlor einen meiner besten Freunde. Jemanden der immer da war, wenn ich jemanden gebraucht habe. Heute habe ich ständige Angst jemanden so plötzlich zu verlieren, egal wie derjenige mich vorher behandelt hat. Ich kann nie sagen, wenn ich ein bestimmtes Verhalten nicht mag, oder wenn jemand mich verletzt hat, weil das denjenigen möglicherweise von mir abbringen kann. Also gebe ich mir extra Mühe Menschen in meinem Leben zu behalten, auch wenn diese einen schlechten Einfluss auf mich haben, oder meine Art ausnutzen.

Für ihn hatte die ganze Sache keine Konsequenzen.

Die Polizei konnte nichts tun. Es gab keine Beweise und ich wollte nicht in einem Gericht aussagen. Meine Eltern wollten mich nicht zwingen. Er zog weit weg und ich habe ihn seitdem nur einmal durch Zufall getroffen. Der Schock ihn zu sehen lag mir lange in den Knochen. Verfolgt mich vermutlich wie alles andere mein Leben lang. Nach all den Jahren ist mir klar, dass die Schuld nie weggehen wird. Ich werde immer das Gefühl haben meine und seine Familie zerstört zu haben, weil ich etwas gesagt habe. Ich werde immer das Gefühl haben, dass ich so vielen Menschen Schmerzen bereitet habe. Das kann mir keiner nehmen.

Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich bereit mich lieben zu lassen. Ohne zu schauen was derjenige macht. Ohne Flashbacks. Ohne Panik. Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich bereit dafür, dass es mir gut geht.

Ich werde vielleicht immer Angst haben um meine Geschwister, Kinder, Nichten und Neffen. Ich werde vielleicht immer Panik haben, wenn ich dieses eine Parfüm rieche und ich werde vielleicht immer Probleme
haben ganz nackt einzuschlafen. Ich werde vielleicht immer Angst in der Dunkelheit haben. Ich werde vielleicht nie Männern mittleren Alters vertrauen können. Ich werde vielleicht immer extra vorsichtig sein. Ich werde vielleicht immer Schuldgefühle haben. Aber vielleicht auch nicht.

Was ich damit sagen will ist, dass es jeder sein kann. Nicht nur Männer auch Frauen, nicht nur Fremde auch Verwandte oder Freunde oder Partner. Die Welt sicherer machen, zusammen.

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Die Macht der Blicke

Die Macht der Blicke

Eines Abends sind meine Freundin und ich spazieren gewesen. Wir haben uns auf eine Bank gesetzt und uns geküsst, als ein Mann an uns vorbei zu seinem Auto lief. Wir rückten automatisch auseinander. Er schaute uns an mit diesem Blick… wir rührten uns nicht und warteten. Er starrte uns weiter an, wir starren zurück. Meine Freundin sagte ihm, dass er weggehen solle. Er grinste uns ganz offen und ungerührt an und bewegte sich dann in Zeitlupe zu seinem Auto. Er wartete noch einige Minuten, dann fuhr er endlich weg.

Ein anderes Mal wurden wir am U-Bahnsteig von einem Mann begafft, der dann eng an uns vorbeilief, obwohl rund herum Platz war. 

Wieder ein anderes Mal waren wir auf dem nächtlichen Weg nachhause. Vor uns lief ein Mann. Er bemerkte uns. Aufgrund unserer Erfahrungen ließen wir uns zurückfallen und blieben alle paar Meter stehen. Jedes Mal, wenn wir stehen blieben, blieb auch er stehen. Er schaute uns an und fing an zu schmatzen. Es fühlte sich an wie Stunden, bevor er endlich weiterlief.

Diese kleinen Erlebnisse scheinen auf den ersten Blick vielleicht nicht bedeutsam, sie wirken jedoch beängstigend, insbesondere aufgrund ihrer Häufigkeit. Wir überlegen uns mittlerweile zweimal, in welchen Wagon der U-Bahn wir steigen, schauen ganz genau, wer um uns herum auf der Straße unterwegs ist…

In den letzten Monaten gab es weniger Vorfälle. Man war weniger draußen, es gab wieder strengere Coronabeschränkungen usw. Im Vergleich dazu kann ich sagen, dass im Sommer wirklich jeden Tag irgendein Kommentar oder Ähnliches kam. Es fühlt sich jedes Mal so an, als würden Fremde von außen in unsere Beziehung eindringen. Sie geben uns ein ungutes Gefühl oder machen uns sogar Angst. 

Diese Art der Aneignung durch Männer erleben wir oft.

Meine Freunde und Freundinnen in heterosexuellen Beziehungen müssen sich über die Art von sexueller Belästigung weniger Sorgen machen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass meine Freundinnen sich tendenziell sicherer fühlen, wenn sie mit ihren „Boyfriends“ unterwegs sind, weil Männer sie in deren Gesellschaft in Ruhe lassen. 

Gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Frauen dagegen werden nach wie vor viel zu oft von Männern sexualisiert und das hinterlässt Spuren. 

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„Ich würde dich am liebsten vergewaltigen.“

Als ich ungefähr 14 Jahre alt war, wollte ich tagsüber mit dem Bus nach Hause fahren. Ich musste umsteigen und wartete an einer Haltestelle vor einer Kneipe. Ein sehr betrunkener, alter Mann kam raus und sprach mich an. Ich antwortete nur kurz, da es mir von Beginn an unangenehm war. Er kam mir zu nah und fasste mir öfters ins Gesicht, um meine Sommersprossen zu zählen. Ich versuchte öfters das Gespräch zu beenden, aber er ging nicht weg. Währenddessen fuhr ein Auto mit vier Jungs an mir vorbei, welche hupten und mir etwas zu riefen. Der Mann schrie ihnen hinterher und wurde aggressiv. Ich bekam immer mehr Angst und hatte mich öfters nach anderen Personen umgeschaut. Ein anderer Mann, der an der Haltestelle stand, schaute öfters zu mir, aber half nicht. Der betrunkene Mann schaute mich an und fragte mich, ob ich Angst vor ihm hätte. Ich antwortete mit ja. Daraufhin sagte er: „Ich würde dich am liebsten vergewaltigen.“ Dann rannte ich weg.