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Ich kann meine Freundin jetzt nicht jedes mal fragen, bevor ich sie anfasse.

November letzten Jahres war ich auf der Geburtstagsfeier eines Freundes. Wir saßen in seinem Zimmer. Einige auf dem Boden, ein Kumpel von ihm, seine Freundin und ich auf dem Sofa. Während des Abends unterhielt ich mich immer mal wieder mit dem Kumpel und seiner Freundin. Irgendwann setzte sie sich auf seinen Schoß und ich kam mehr mit ihm ins Gespräch. Er wirkte nett, aber auch etwas seltsam. Besonders, weil er mich seit meiner Ankunft dauernd ansah und irgendwie hatte ich ein komisches Bauchgefühl bei ihm.
Wir unterhielten uns und immer wieder gab er mir Komplimente über mein Outfit und fragte, ob ich überhaupt eine Hose unter meinem Outfit trug. Plötzlich griff er nach meinem Oberschenkel und schmunzelte mich an. Ich bat ihn darum, seine Hand von mir zu nehmen und fragte ihn, was das soll. Besonders, da seine Freundin noch auf seinem Schoß saß und es nicht mitbekommen hatte. Er erwiderte: „Ich wollte nur wissen, wie du reagierst. Ich finde es toll, wenn Frauen nein sagen können. Das machen nicht viele.“
Ich erwiderte daraufhin, dass die meisten vermutlich nichts sagen, aus Angst, nicht ernst genommen zu werden. Und das man vorher fragen sollte.
Er meinte dann: „Aber ich kann meine Freundin jetzt nicht jedes mal fragen, bevor ich sie anfasse. Und wenn eine Frau nicht angefasst werden will, muss sie es sagen.“
Ich habe das Gespräch von mir aus beendet und einigen von meinen Freunden davon erzählt. Alle rieten mir ab, es meinem guten Freund zu erzählen. Dabei finde ich, dass er wissen sollte, wie sein Kumpel darüber spricht. Und vielleicht denkt er das nächste Mal eher darüber nach, was er sagt und macht.