„Ich habe ihn auf der Plattform gemeldet.“

Ich war 17 Jahre alt, gerade fertig mit der Schule und auf der Suche nach einem Nebenjob. Über eine Webseite bin ich auf einen Mann gestoßen, der Betreuung für seine Kinder gesucht hat und wir hatten ein Treffen vereinbart. Die erste komische Sache, an der ich hätte stutzig werden sollen war, dass er mir seinen Nachnamen nicht verriet, sondern sagte, ich solle anrufen wenn ich unten stehe, er kommt dann. Wir fuhren mit dem Fahrstuhl zu seiner Wohnung und es erschien erst alles recht normal, ein paar Fragen hier und da, „ob ich denn einen Freund hätte.. nein? Ach Mensch das wäre ja perfekt“. In seiner Wohnung angekommen führte er mich rum, 1 Kinderzimmer für 2 Kinder, nur ein Bett, Kühlschrank voll mit Alkohol. Er sagte, er müsse kurz auf die Toilette, ich könne mir den Prospekt (Dessous), der auf dem Tisch liegt, solange ja mal angucken. Ich bekam ein ungutes Gefühl. Er rief mich, ich solle kurz nach oben kommen, er will mir etwas zeigen. Oben angekommen, wohlgemerkt in seinem Schlafzimmer, klagte er über Verspannungen im Rücken, ob ich ihn denn bitte kurz massieren könne. Ich sagte ihm, dass ich das nicht kann und auch nicht mag. Er hatte sich obenrum schon ausgezogen und aufs Bett gelegt. Eh ich mich versah, hatte ich ein Massageöl in der Hand. Er machte seine Jalousien runter, „man will ja nicht gesehen werden dabei.“ Ich bekam Panik, tat aber was er wollte, denn ich wusste nicht was ich sonst tun sollte und wozu er fähig wäre. Nach ca. 4 Minuten hörte ich auf und ging ins Bad um meine Hände zu waschen. Unfassbare Angst. Was jetzt? Polizei? Ich nahm all meinen Mut zusammen und entschied mich, da ich mein Handy nicht bei mir hatte, dagegen. „Ob ich mir denn was nettes aus dem Prospekt ausgesucht hätte“, fragte er. „Nein“, entgegnete ich. „Na es ist ja noch etwas Zeit dafür. Er müsse jetzt kurz ins Büro aber kommt in einer Stunde wieder, ich könne ja schonmal anfangen zu putzen.“ (?!?) Sobald er weg war, nahm ich meine Sachen und rannte los, ich hatte solche Angst, dass er irgendwo draußen steht. Der Fahrstuhl ging nicht, also ab ins Treppenhaus. Ich versuchte verzweifelt jemanden zu erreichen um zu erzählen, was mir gerade passiert war, jedoch kein Empfang.

Gefühlte Stunden später, endlich auf der Strasse und sicher im Bus, rief er an. Ich ging nie wieder ran. Ich habe ihn auf der Plattform gemeldet. Bis heute meide ich die Haltestelle und habe Angst, ihn irgendwann zufällig in der Bahn zu treffen. 

„Der Eine drückte mich immer weiter gegen eine Wand, während der Andere anfing den Träger meines Kleides runterzuziehen.“

Ich war 15 und auf dem Weg nach Hause. Es war gerade mal 21h, aber der U-bahnhof bei mir ist auch um diese Zeit immer schon ziemlich leer. Nachdem ich aus der Bahn ausgestiegen bin wollte ich oben den richtigen Ausgang nehmen, als von der anderen Seite zwei Männer auf mich zukamen. Da ich Musik gehört habe sind sie mir zunächst nicht weiter aufgefallen, doch als sie sich mir schließlich in den Weg stellten, nahm ich meine Kopfhörer raus und fragte, was sie wollen. Es kam keine Antwort, stattdessen drückte der eine mich immer weiter gegen eine Wand, während der Andere anfing den Träger meines Kleides runterzuziehen. Ich stand total unter Schock und war sehr angewidert von den beiden, doch konnte nichts tun. Ich konnte nichtmal schreien und fühlte mich dadurch unfassbar hilflos. In dem Moment hatte ich wohl einfach sehr viel Glück, da Menschen kamen, die Situation sofort gecheckt haben und losgerannt sind, um mir zu helfen. Die Typen sind natürlich schnell weg und leider weiß ich bis heute nicht wer sie sind.

Damals habe ich mich sehr dafür geschämt, dass ich nicht mal versucht habe, mich zu wehren und konnte deshalb lange Zeit nicht wirklich darüber sprechen. Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, dass mich keine Schuld trifft und bis heute bin ich unglaublich wütend darüber, wie schwach ich mich durch diese Männer gefühlt habe. 

„Wir haben die Polizei gerufen…“

Leider haben momentan die Fitnessstudios geschlossen. Aus diesem Grund machen wir ab und zu draußen Sport. Meine drei Freundinnen und ich gingen zum Lietzensee und machten dort eine kleine „Sportsession“. Man würde meinen sich im gut-behüteten Charlottenburg sicher fühlen zu können. Nach ungefähr einer halben Stunde liefen zwei Männer an uns vorbei. Einer von ihnen war ein Mann mittleren Alters, der andere war wahrscheinlich Anfang 20, vielleicht sogar jünger. Jedenfalls entsprach sein Aussehen etwa unserem Alter. Beide blieben stehen und guckten uns an, wie wir Sport machten. Mir war das sehr unangenehm, also machte ich meine Freundin darauf aufmerksam. Beim nächsten Augenkontakt fragte sie “Gibt es hier etwas zu sehen?”. Er antwortete mit energischem Ton, nachdem er einen Moment seinen Blick in eine vergraulende Mimik, gekrümmter Mundwickel, faltige Nase, änderte, “Halt’s Maul, Kleine”. Meine Freundin und ich sagten ganz ruhig und freundlich zu den beiden, dass sie doch bitte weitergehen sollen, da wir gerne ungestört Sport machen wollen würden. Er begann uns anzuschreien, die Aggressionsskala stieg rasant an – wir sollen unsere Fressen halten und haben ihm nicht zu sagen, wo er stehen darf und wo nicht. Wir vier haben uns sehr erschrocken, hätten niemals mit so einer Antwort gerechnet, vor allem da wir mit großer Mühe einen ruhigen, respektvollen Ansatz suchten. Eine Freundin sprach auf und fragte ihn, ob er nichts besseres zu tun hätte, als sich mit vier Mädels anzulegen. Es liefen konstant Menschen vorbei, jedoch blieb bis auf ein älterer Herr keine Person stehen – alle starrten hin, es war ja schließlich was zu sehen. Eine von uns fragte ihn: “Meinst du wirklich, dass du ein Vorbild bist für ihn?” Und zeigte dabei auf den jüngeren Typ. Der Junge schmunzelte eher und der Mann meinte wieder, wir hätten ihm nichts vorzuschreiben – auch in pädagogischer Hinsicht nicht. Nach weiteren Beleidigungen wie “Fotze”, “Schlampen”, “Hure” – das übliche eben – sagten wir die nächsten fünf Minuten nichts und warteten, ob die beiden vielleicht weitergehen würden, wenn wir genauso trotzig seien. Aber so war es nicht. Der Mann schrie uns weiter an und wurde extrem aggressiv. Ich hatte einen krassen Adrenalinkick und im selben Moment empfand ich große Angst. Mein Herz hat gerast. Wir standen ungefähr 5 Meter von den beiden entfernt. Als er anfing in seiner Rage uns näher zu kommen, spielte ich mit dem Gedanken, dass ich mich mit jedem näheren Schritt bereit machen würde weg zu laufen.Eine Freundin flüsterte, wir sollten doch einfach gehen, damit wir nicht noch mehr Stress bekommen. Zudem ist er diesen Stress nicht wert. Aber wir wollten uns nicht den Platz wegnehmen lassen, nicht so. Also rief ich die Polizei. Wahrscheinlich hat der Mann gesehen, dass ich telefoniert habe, denn er wurde noch aggressiver in seinem Ton. Er schrie mich an: “Du Fotze, du bist eine richtige Schlampe. Hol doch deinen Vater, er wird es bereuen, du Hure.” Diese Aussage wiederholte er immer wieder.Nach einem kurzen Moment in der Warteschlange der 110 (!), kündigte die Polizei an, dass sie jemanden schicken würden. Jedoch rief ich nach einem kurz vergangenem Moment erneut an, um zu warnen, dass er immer aggressiver wird und wir Angst bekommen – Angst, dass er mehr als nur verbal gegen uns hetzt. Er rief „Pass nur auf. Du begehst einen Fehler. Ich mache mich bereit. Dein Vater wird es so bereuen. Ich komme gleich wieder.” Mit diesen Worten verschwanden die beiden hinter einem Gebüsch, da ihnen der öffentliche Weg wahrscheinlich zum schamvoll erschien. Einige Minuten später kam die Polizei. Wir schilderten genau was geschah und zeigten ihn an – Anzeige gegen Unbekannt. Wie würden wir ihn identifizieren können, wenn wir jedoch den Lietzensee von nun an vermeiden werden? Wenn wir uns fern halten möchten, um uns zu schützen? Meine Freundin sagte, dass sie so gehofft hat, dass er sie doch geschubst hätte, doch geschlagen, doch näher gekommen wäre, in dem Moment, wo die Polizei eintrifft – damit er die Strafe bekommen, die er verdient. Doch er war weg. Die Polizei durchsuchte den Park auch nicht. 


Auf dem Weg nach Hause hatte ich Tränen in den Augen. Vor einem Jahr wäre ich wahrscheinlich in so einer Situation einfach weggegangen. Aber in dem Moment sah ich es einfach nicht ein, dass ich, als Frau, gehen muss. Ich verhalte mich doch angemessen, ich möchte meinen Sport treiben und nicht das Gefühl haben, als sei dies verwerflich oder eine Show für einen Anderen. Nein, wir waren nicht anzüglich angezogen. Es war eiskalt, wir waren verschwitzt mit fettigen Haaren. Aber letztendlich ist es auch egal. Wir dürfen tragen was wir wollen und das gibt niemandem das Recht uns anzugaffen, wie Tiere in einem Zoo – nur, dass wahrscheinlich das Vergnügen an einem sexuellen Lust-Gedanken erscheint. Ich möchte nicht schweigen müssen, weil die Angst überwiegt. Wieso muss ich überhaupt in dieser Angst leben? Natürlich war es auch gefährlich, da der Mann unberechenbar war, schließlich erhöhte sich die Aggression in seiner Stimme, sowie die Anzüglichkeit seiner Worte innerhalb von Sekunden. Aber letztendlich haben wir das getan, was wir nur konnten. Das, was jede von uns tun kann, wenn sie das Gefühl der Angst entwickelt oder beobachtet, dass eine weitere Person in Gefahr sein könnte. Wir haben die Polizei gerufen.

„Er hat angefangen sein Glied an meinen Po zu reiben“

Ich war auf einem Festival und stand allein in der Menge. Ein Typ hat von hinten um meine Hüfte gefasst und angefangen sein Glied an meinen Po zu reiben. Als ich seine Hände weggedrückt und mich umgedreht habe, hat er sich umgedreht und ist schnell abgehauen, ohne dass ich ihn überhaupt erkennen konnte.

„GEIL! Macht das nochmal!”

Wir küssten uns zum ersten Mal, meine Freundin und ich, tanzend in einem Club. Es war wunderschön und wir waren überglücklich. Wir sahen uns danach tief in die Augen und lachten…
Bis wir zwei Hände an unseren Hinterköpfen spürten, die unsere Gesichter zusammenschlugen und ein „GEIL! Macht das nochmal!”. Wir waren total perplex und schauten in ein paar gierige, grinsende Gesichter. Um weiteres Übel zu vermeiden, packte ich meine Freundin an der Hand und lief mit ihr mit Tränen in den Augen von der Tanzfläche. 
Leider war das nicht die einzige Situation, in der die Zuneigung zu einer Frau in der Öffentlichkeit sowohl kommentiert als auch sexualisiert wurde.

„Mit der Aussage ‚es war ein Scherz‘ wurde dieses Thema abgehakt“

Nach meiner Schicht in der Bar bot der Onkel meines Chefs (ca. 60) an, mich (23) und meinen Kollegen Nachhause zu fahren, weil es spät war und damit wir sicher Nachhause kommen. Er bestand darauf, zuerst ihn abzusetzen und dann mich (weil das wohl schneller sei) und fragte mich dann, ob ich noch etwas trinken gehen wolle – ich verneinte und meinte ich möchte nur Nachhause. Er fragte dann (ohne geringsten Kontext), ob er mich Zuhause massieren solle und ob ich Massageöl hätte. Ich meinte nein, und dass es nicht angemessen sei. Er fragte noch zwei mal nach und empfahl mir dann heiß duschen zu gehen und streichelte mir dabei über den Kopf. Ich erzählte es am nächsten Tag meinem Chef, er redete mit ihm und mit der Aussage „es war ein Scherz“ wurde dieses Thema abgehakt. Er kommt wie gewohnt, auch manchmal mit seiner Frau vorbei. Allerdings wird er von mir seitdem ignoriert

„Er fragte ob ich ficken will, weil ich ja schließlich eine ‚Schnellfickerhose‘ trage“

Ich habe im vergangenen Winter eine Ausbildung bei einer ehrenamtlichen Organisation gemacht. Wir trugen die Uniform dieser Organisation und da ich keine eigene Einsatzhose besaß, wurde mir eine zur Verfügung gestellt. Diese Hose war mir einige Nummern zu groß und das ist meinem Ausbilder wohl aufgefallen. Er ist Soldat und Ausbilder bei der Bundeswehr und hat mich und andere Frauen schon immer durch seinen harten Tonfall verunsichert, aber als er mich dann gefragt hatte ob ich ficken will weil ich ja schließlich eine „Schnellfickerhose“ trage, war ich total perplex und wusste gar nicht wie ich reagieren soll. Trug ich eine Sportleggings kommentierte er meine Kurven und ging extrem nah an mir vorbei, sodass seine Hand jedes mal meinen Hintern streifte. Der Höhepunkt war eine Aussage, die er vor allen 40 anderen Auszubildenden traf: Ich trug einen Pulli der Marke Snipes, er stellte der Runde die Frage wieso auf dem Pulli der Süßen in der Leggings statt „Snipes“ „Sniper“ stehen sollte. Diese Frage beantwortete er kurz darauf selbst: „Weil Sniper Scharfschütze bedeutet und Sie so scharf ist“. Diese Aussage war mir so unangenehm und total Grenzüberschreitend. Ich hatte während des Lehrgangs nicht das Gefühl als zu wertschätzende Person anerkannt zu werden, sondern ein Objekt zu sein.

„Ich sagte mehrmals nein und versuchte ihn wegzudrücken.“

Ich habe einen guten Freund (dachte ich) zu mir zum Kaffee eingeladen. Später sagte er mir, er möchte gerne mein Zimmer sehen. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Aber dann fing er an mich anzufassen und mich auszuziehen und ich sagte mehrmals nein und versuchte ihn wegzudrücken. Aber er hörte nicht auf. Es ging bestimmt 10 Minuten so. Er sagte mir dann, wenn ich möchte, dass er aufhört soll ich ihn schlagen, aber das konnte ich einfach nicht. Ich habe es dann einfach zugelassen, weil ich dachte, so schneller wieder aus der Situation zu kommen. 

Bis vor paar Wochen habe ich mir immer wieder die Schuld dafür gegeben, dass ich mich hätte besser wehren können. Aber nun weiß ich, ich war nicht Schuld daran. 
Nein heißt nein! 
Bis heute frage ich mich, ob das eine Vergewaltigung war oder nicht. 

„Heute kann ich etwas offener darüber reden, dieser Prozess dauerte jedoch über 10 Jahre.“

Es fing alles in der Grundschule an. 3 Jahre lang wurde ich sexuell missbraucht und geschlagen. Bis heute wissen meine Eltern nicht bescheid. Mir wurde gedroht, er würde allen erzählen ich wollte es so und hätte es verdient. Irgendwann glaubte ich, dass ich selbst schuld war und mir fiel es schwer es keinem zu erzählen. Ich ging jeden Tag mit Bauchschmerzen ins Bett. Im Grunde wartete ich nur den Tag ab, an dem ich endlich zur Oberschule gehen konnte. Ich zwang mich dazu alles zu verdrängen, war erfolgreich und verstand dadurch lange nicht was mir passierte, bis ich in der neunten Klasse war und durch Nachrichten aus dem Fernsehen und Geschichten, die erzählt wurden, verstand, dass ich selbst Opfer sexuellen Missbrauchs war. Durch diese Erkenntnis stürzte ich ab, nahm Drogen, um wieder alles zu verdrängen. Natürlich erfolglos. Als ich dann verstand, dass ich darüber reden muss, um es zu verarbeiten, ging ich auf einen Freund zu. Seine Reaktion: sei froh, dass nichts schlimmeres passiert ist. Dies schreckte mich natürlich ab und ich redete wieder lange mit keinem darüber. Heute kann ich etwas offener darüber reden, dieser Prozess dauerte jedoch über 10 Jahre. 

„Zwei Jahre später habe ich zum ersten Mal darüber gesprochen.“

Ich war 17, habe mich grade mit dem Jungen gestritten, mit dem ich seit längerem was am laufen hatte und bin zu einer Party in mein Dorf, um mich abzulenken.
Natürlich hab ich viel getrunken und mit Fleiß mit einem Jungen geflirtet, zu dem ich dann mit nach Hause bin. 
Ich wollte allerhöchstens ein wenig knutschen, fand ihn eigentlich auch nicht gut. Noch dazu hatte ich meine Tage. 

Beim Küssen wurde er schon immer grober, versuchte meinen Kopf runter zu schieben aber ich hatte wirklich keine Lust und hab ihm das auch gesagt. Ich hatte noch keine Angst, ich kenne ihn ja seit ich klein bin und er war kaum älter als ich.

Er wurde immer aggressiver, ich sagte mehrmals deutlich “Nein” und er drückte meinen Kopf ins Kissen, bis ich kaum Luft bekam.

Er war ohne Kondom in mir und meinem Po, das Tampon war die ganze Zeit in mir, aber das war ihm egal. Vor Schmerzen schrie ich natürlich, hörte aber bald auf mich zu wehren und hoffte einfach, dass es schnell vorbei ist.

Ich konnte danach kein Wort sagen, habe gewartet bis er eingeschlafen ist und bin dann sofort nach Hause. 
Wenig später wurde im Dorf erzählt, dass ich Analsex so geil finde, dass ich schreie.

Wann immer ich daran denke, bekomme ich Gänsehaut.

Zwei Jahre später habe ich zum ersten Mal darüber gesprochen.

„Mein Blick viel sofort auf seinen Schwanz, den er rausgeholt hatte und sich gerade grinsend einen runterholte.“

Mit 17 war ich zum ersten Mal spät Abends – gegen 20/21Uhr – im Fitnessstudio am Theo. Als ich ankam war dort nur ein Vater mit seinem Sohn, die sind nach einer Weile dann auch gegangen und ich war allein. Ich hab mir wirklich gar nichts dabei gedacht. Ich war im Free-weights Bereich und habe dort mit dem Rücken zum Fenster Squats gemacht, so wie jedes mal wenn ich dort bin. Ich hatte meine Kopfhörer drin und die Musik war ziemlich laut. Auf einmal hörte ich hinter mir ein Klopfen. Ich drehte mich instinktiv um und sah direkt hinter mir draußen vor dem Fenster einen Mann stehen. Mein Blick viel sofort auf seinen Schwanz, den er rausgeholt hatte und sich gerade grinsend einen runterholte. Ich dachte nur (und sagte es glaub ich auch): „IEH!“ und mein Gehirn war plötzlich wie leer gefegt. Ich griff meine Sachen und rannte nach unten in die Umkleide. Ich hatte echt SO Schiss, mein Herz hat so schnell geschlagen und es war total schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Ich wusste einfach nicht, was jetzt am besten wäre – nach oben gehen, das Fitnessstudio verlassen und riskieren, dass er sich vielleicht noch dort rumtreibt und wer weiß was mit mir machen will? Oder hier unten bleiben und vielleicht nicht mitkriegen, dass er irgendwie ins Fitnessstudio reinkommt? Denn hier unten war ich wirklich komplett abgeschottet. Ich hatte nicht mal Handy Empfang. Ich wollte auf keinen Fall nach draußen und dort direkt vor dem Studio auf den Bus warten, weil ich einfach Angst hatte. Also lief ich die Treppe halb wieder hoch und hatte dort Empfang. Ich rief meine Mutter an, und sagte ihr, dass dort draußen so ein ekliger „Pedo“ rumlaufen würde und ich mich nicht raus traue. GOTT SEI Dank, dass meine Mutter mich ernst genommen hat, denn ich habe mich wirklich so unglaublich allein gefühlt in diesem Moment. Sie hat sich SOFORT auf den Weg gemacht, um mich abzuholen und war 15 Minuten später da. Sie rief mich an, um mir Bescheid zu sagen und ich RANNTE durchs Fitnessstudio und aus der Tür ins Auto. Als ich im Auto saß, sagte sie zu mir: „Hey, wie kommst du eigentlich auf das Wort Pedo? Du weißt, dass ein Pedophiler jemand ist, der sich an Kindern vergreift, bzw. aufgeilt?“ Ich erklärte ihr, dass ich einfach nicht wusste, wie ich jemanden beschreiben sollte, der sich unerlaubt in der Öffentlichkeit auf mir einen runterholt. Das hatte ich ihr so genau vorher noch gar nicht erzählt. Sie war so schockiert und schrie mich förmlich an, warum ich denn nicht SOFORT die Polizei gerufen hätte?! Also rief sie die Polizei. Als die ankamen, waren natürlich schon ca. 25-30 Minuten vergangen und der Typ war nirgends zu finden. Wir standen in der Nähe der Scheibe, an der der Mann gestanden hatte und ich erzählte den Polizisten grade erneut die Geschichte, als ich plötzlich etwas Weißes an der Scheibe kleben sah. Ich machte die Polizisten darauf aufmerksam und sie machten große Augen. Sie gingen zur Scheibe und inspizierten sie.“Jap! Der hat doch echt gegen die Scheibe gewichst!“  (ich schwöre, das waren seine genauen Worte). Die Polizisten sagten, dass es sehr unüblich sei, dass solche Leute „fertig wurden“ und er da wirklich eine Weile hatte stehen müssen, was mir wirklich unglaublich unangenehm war. Sie nahmen eine Sperma Probe, um sie zu analysieren. Ich war den ganzen Abend lang total zittrig. Seit dem – und das war vor VIER JAHREN – gehe ich nicht mehr Abends ins Fitnessstudio. Generell mag ich es nicht, wenn ein Fitnessstudio im Erdgeschoss ist, ich fühle mich da einfach total unwohl. Manchmal sind es solche kleinen Dinge, in denen uns solche Geschehnisse beeinflussen und wir tendieren dazu, sie zu vergessen oder als nicht so wichtig abzustempeln. Aber um ehrlich zu sein hat mich das traumatisiert. 

„Er fing an mir die Socken auszuziehen und an meinen Zehen zu nuckeln.“

Ich war 15 Jahre alt als wir unser „Abschlusszelten“ von der Schule hatten. Ich wollte mich im großen Mannschaftszelt etwas ausruhen, neben mir lag mein damaliger Freund. Kurz bevor ich eingeschlafen bin, ging das Zelt auf und ein Typ kam rein. Er fing an mir die Socken auszuziehen und an meinen Zehen zu nuckeln. Mit einem gezielten aber verzweifelten Tritt, auch aus Angst mich wach zu zeigen, ging er aus dem Zelt. 
Edit: Würde mir das heute, 10 Jahre später, passieren, wäre die Story vermutlich nicht mit nur einem Tritt zu Ende gewesen. Nur weiß man mit 15 was da eigentlich grade passiert? 
Ich finde grade bei Minderjährigen* oder Heranwachsenden* wird „öfter mal ein Auge zu gedrückt“ – Ich frage mich ob es nicht für eine*n Minderjährige*n oftmals in solch einer Situation einiges an Überwindung kostet nein zu sagen. Für mich war’s definitiv so.

„Er schob die Hand immer weiter in Richtung meines Schritts, bis sie dort liegen blieb.“

Ich muss etwa 10 oder 11 Jahre alt gewesen sein. Mein bester Freund kam spontan mit seinem Vater vorbei, um mich zu fragen, ob ich mit auf ihren Ausflug kommen wollte. Weil seine Eltern sich schon lange vorher getrennt hatten und mein Kumpel während der ersten Jahre unserer Freundschaft nicht die beste Beziehung zu ihm hatte, kannte ich seinen Vater noch nicht. Aber das war ja eigentlich kein Problem. Ich hatte spontan Zeit und bin mit. Wir waren erst eine ganze Weile draußen unterwegs und soweit war auch alles cool, sein Vater war sehr nett und wir haben uns gut verstanden. Wir sind später zurück zu meinem besten Freund nach Hause, um einen Film zu schauen. Wir saßen alle nebeneinander auf dem Boden, sein Vater zwischen uns. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie es dazu kam, aber er hat meinen Kumpel auf sein linkes Knie genommen, mich auf das rechte und je einen Arm um uns gelegt. Ich war etwas verunsichert, denn sowas hatte kein Vater meiner Freunde vorher gemacht und ich kannte ihn schließlich kaum. Aber ich dachte mir dann nichts weiter dabei – oder versuchte das zumindest. Irgendwann stand mein Kumpel auf, um etwas zu trinken für uns alle zu holen, und wir blieben so sitzen. Sein Vater bewegte seinen Arm so, dass seine Hand auf meinem Oberschenkel lag, und fing an, mich zu streicheln. Dabei schob er die Hand immer weiter in Richtung meines Schritts, bis sie dort liegen blieb. Er streichelte mich weiter, übte Druck aus und fragte, ob sich das für mich gut anfühlte. Ich wusste nicht, was ich tun sollte, ich war völlig überfordert. Ich wusste, dass ich das Gefühl nicht mochte, und dass ich nicht wollte, dass er mich anfasste, aber ich hatte zu große Angst, es zu sagen. Ich machte ein zustimmendes „Mmh“ und hab mir einfach nur gewünscht, dass mein bester Freund bald wiederkäme. An einer Stelle im Film tat ich so, als fände ich die Handlung super witzig, und hab mich lachend nach vorne gebeugt, damit er mich nicht mehr anfassen konnte. Er hat versucht, mich zurückzuziehen, sodass ich mit dem Rücken wieder wie vorher an seiner Brust anlehnen würde, und hat mich gefragt, ob er nicht weitermachen soll. Ich wollte einfach nur weg. Als mein bester Kumpel wieder ins Zimmer kam, hab ich mich nicht getraut, etwas zu ihm zu sagen. Ich habe mich geschämt, als wäre es meine Schuld. Diese Scham hat jahrelang angehalten und ich wusste nicht, wohin damit. Ich habe mich nicht getraut, mit irgendwem darüber zu sprechen. Was, wenn man mir nicht glaubte? Ich dachte, ich hätte etwas falsch gemacht, einen falschen Eindruck erweckt, sodass sein Vater dachte, er könnte das mit mir tun. Und schließlich hatte ich sogar gesagt, dass es mir gefallen hätte, anstatt seine Frage einfach mit Nein zu beantworten. Ich hab nur mein eigenes „Fehlverhalten“ gesehen. Das hat mich so sehr überfordert, dass ich einfach versucht habe, das Ganze zu verdrängen und so zu tun, als wäre es nie passiert. Ich weiß heute nicht einmal mehr, wie sein Vater aussah oder wie ich an diesem Tag nach Hause gekommen bin. Die Details, die ich bis heute weiß, sind die Dinge, die ich nicht vergessen konnte. Es ist über ein Jahrzehnt vergangen und ich weiß mittlerweile, dass ich absolut keine Schuld trage. Aber die Scham ist trotzdem noch da. Bis heute hab ich es nicht über mich gebracht, mit jemandem darüber zu sprechen. 

„Diese Reise hat mich endlich lernen lassen, ‚NEIN‘ zu sagen, und das ganz klar und deutlich.“

Wir waren zu dem Zeitpunkt eigentlich schon zwei Jahre getrennt, aber wie das bei toxischen Beziehungen eben so ist – man verfällt schnell in ein ewiges hin und her, natürlich unter Ausschluss jeglicher Form des Commitments. Ich war jedenfalls ganz eindeutig die Abhängigere von uns beiden und ließ ihn schon von Beginn der Beziehung an immer gewinnen, irgendwann auch in dem überzeugten Glauben, dass er in allem Recht hat und die Dinge die er so tat, die einzig Richtigen. Er hat mich immer klein gehalten, mir eingeredet ich hätte Wahrnehmungsstörungen, ich wäre dumm und sei hässlich. 
Während unserer Beziehung sind viele Situationen vorgekommen, die sehr demütigend und einprägend für mich waren. Unser Sex war sehr stark durch ihn dominiert und eigentlich hat es sich mehr wie eine Verpflichtung angefühlt, als dass ich wirklich Lust hatte mit ihm zu schlafen. Ich habe mich sogar auf Anal-Sex mit ihm eingelassen, weil ich dachte, wenn ich ihm alles gebe was er sich wünscht, würde ich diese Beziehung halten können (warum ich das wollte scheint wohl das Phänomen toxischer Beziehungen zu sein, nüchtern betrachtet lässt sich das wohl schwer nachvollziehen). Es war dann aber in Ordnung, und als wir später darüber gesprochen haben, meinte ich das auch zu ihm, allerdings mit dem Zusatz, dass es nicht unbedingt wieder sein muss. Ein paar Wochen später, nach einer Party, beide alkoholisiert, waren wir im Bett und ich hatte ausnahmsweise auch echt Lust mit ihm zu schlafen. Er allerdings lenkte in eine andere Richtung und ich habe mich hingegeben, mehr oder minder freiwillig. Es tat aber so schrecklich weh, dass ich versuchte ihn mehr und mehr von mir wegzudrücken. Ich weinte und schluchzte, in der Hoffnung er würde aufhören, viel mehr noch, verstehen, dass er mir wehtut. Als er fertig war, rollte er sich von mir runter, drehte sich weg und tat so als würde er schlafen. Wir haben nie darüber geredet. Tatsächlich war das für mich aber nicht das schlimmste, was in dieser Beziehung passierte, irgendwie habe ich das so hingenommen. Viel schlimmer waren die verbalen Demütigungen, das mich klein halten und die Psychospielchen. Ich habe angefangen meine eigene Wahrnehmung infrage zu stellen und dachte ich wäre erst genug, wenn ich genug für ihn wäre. Nach 1 1/2 Jahren beendete er die Beziehung. Die Trennung war schrecklich für mich, noch schlimmer aber in Kombination mit der Tatsache, dass ich über alle meine Grenzen für ihn gegangen bin und all die Dinge die ich über mich habe ergehen lassen, umsonst waren. Dieser Exkurs dieser Beziehung gibt vielleicht ein besseres Verständnis für das, was ich eigentlich loswerden wollte.


Zurück also zur eigentlichen Geschichte: Zwei Jahre später, mit vielen On’s und Off’s zwischendurch, sind wir über Silvester nach Paris geflogen, weil sein Vater dort eine Wohnung hatte. Ich habe mich unglaublich auf diesen Trip gefreut, weil er so viel erzählt hat, was wir dort alles tolles machen können. Kaum angekommen, wollte er direkt mit mir schlafen. Es war Nachmittags und ich war überhaupt nicht in Stimmung. Ich hatte ein schlechtes Gefühl und merkte irgendwie direkt bei der Ankunft, dass es ein Fehler war mit ihm hier zu sein. Mir war schnell klar, dass seine Vorstellung dieser 6 Tage meiner absolut widersprachen. Er wollte eigentlich nur in Daddy’s riesiger Bonzen-Wohnung den ganzen Tag Sex haben, überall und das schön ungestört – war ja niemand da. Als wir am Abend baden gingen, weiß ich noch ganz genau, dass ich ihm, mit der Intention dem Sex vielleicht aus dem Weg gehen zu können, einen in der Badewanne runterholte. Später im Bett versuchte er es dann trotzdem, ich wies ihn zurück, er wurde wütend und wir stritten uns. So ging das den nächsten Abend wieder. Und wieder. Bis er am dritten Abend so sauer war, dass er mich aus dem Schlafzimmer geworfen hat, mit den Worten „Wenn du nicht willst dann kannst du auch im Wohnzimmer schlafen!“. Also habe ich meine Decke genommen und habe mich im Wohnzimmer auf die Couch gelegt. Ich weiß, dass klingt total bescheuert, aber ich glaube Leute die Angst vor Clowns haben, können das hier nachvollziehen: Ich grusle mich wahnsinnig vor Kinderliedern, vor allem im Dunkeln. Und das wusste er auch. Das wusste er, weil wir an dem Tag einen Film geguckt haben, in dem ein Kinderlied vorkam und ich nicht nur einmal betonte, wie mega gruselig ich das finde. Long Story short: Nur er hatte über sein Handy Zugriff auf alle in der Wohnung verteilten Sonos Boxen. Als ich gerade eingeschlafen war, tönte aus den Boxen „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Dschungelbuch, was vielleicht witzig gemeint war. Darauf folgten Lieder wie „Fuchs du hast die Gans gestohlen“ und als ich schrie, dass er die scheiß Musik ausmachen soll, drehte er lauter. Und lauter. Darauf folgte eine Nachricht via WhatsApp „Letzte Chance!“. In dem Moment wusste ich, dass ich funktionieren muss. Ich war zu diesem Zeitpunkt zwar nicht mehr emotional abhängig von ihm, auf diesem Kurztrip allerdings finanziell. Ich hatte kein Geld, mein Vertrag war ausgelaufen und Internet hatte ich nur im WLAN. Zudem haben mir alle Freunde und auch meine Familie davon abgeraten, mit ihm nach Paris zu fliegen. Also ging ich zurück ins Zimmer und funktionierte. Ich zog mich aus, setzte mich auf ihn drauf und als er dann oben war, habe ich kaum richtig Luft bekommen, weil ich so geweint habe. Auch wenn ich versucht habe es vor ihm zu verstecken – Es war nicht zu übersehen oder zu überhören. Die Tage danach habe ich weiter funktioniert, ich habe alles gemacht was er wollte, war devot. Aber ich war traurig, das passte ihm auch nicht. „Was auch immer ich habe, ich solle es gefälligst nicht zu seinem Problem machen.“ – Das war der Satz der jeden folgenden Streit einläutete. Die letzten drei Tage kamen mir vor wie eine Ewigkeit. Unabhängig von meiner finanziellen Abhängigkeit in dieser Lage habe ich mich gefragt, wie ich das ganze denn angehen würde, sollte ich vorhaben meinen Mund aufzumachen und zu sagen was er mir angetan hat. Was hat er mir denn überhaupt angetan!? Ich hab es doch theoretisch freiwillig gemacht. Und hier kommen wir zu dem entscheidenen Punkt meiner Misere: Gibt es für eine solche Situation einen Namen? Befindet sich das in der Grauzone zwischen Nötigung und Missbrauch? Was war das? Wenn ich mir jedoch einer Sache sicher war, dann, dass ich mir nicht in dieser Sache meine Wahrnehmung von ihm nehmen lassen wollte. Egal was ich gemacht hätte, ob ich es meiner Familie, seiner Familie, der Polizei oder wem auch immer gesagt hätte, es hätte mir den Schmerz, den das Ganze hinterlassen hat, nicht erspart. Es hätte mehr Drama gegeben, noch mehr Schmerz, weil er um jeden Preis dafür gesorgt hätte, dass meine Glaubwürdigkeit angezweifelt wird und ich hätte mich noch verlorener gefühlt. Und gebracht hätte es sowieso nichts, denn es stünde Aussage gegen Aussage. Wie das eben so ist, vor allem in den Grauzonen. Manchmal frage ich mich, ob er das ganze vielleicht wirklich anders wahrgenommen hat, als ich. Und ob ihm überhaupt bewusst ist, wie weit er gegangen ist. Wahrnehmung ist bei sexuellen Übergriffen nämlich ein sehr wichtiger Faktor, der gilt kommuniziert zu werden. Auch wenn es traurig ist, dass ich das erst mit 22 durch eine solche Erfahrung internalisiert habe – Diese Reise hat mich endlich lernen lassen, ‚NEIN‘ zu sagen, und das ganz klar und deutlich. Wenn jemand auch nur in die Nähe meine Grenzen kommt, kommuniziere ich das ganz klar. Wenn das dann zu einem „cringe vibe“ führt, ist das weder meine Schuld, noch mein Problem. Und ich hoffe dass alle, die das hier lesen, die bisher noch keine so klaren Grenzen aufgezeigt haben – bitte, bitte tut es! Es stärkt neben eurer Selbstsicherheit auch euer Gewissen euch selbst gegenüber.

„Er sagte, ich könne mal in seinen Musikvideos tanzen“

Ich w/14 zudem Zeitpunkt 12, war auf dem Weg mit meiner Cousine (erwachsen) ihren Ehemann von der Arbeit abholen, da wir alle einen Tag zusammen verbringen wollten. Als wir angekommen waren, musste er noch letzte kleine Dinge erledigen und machte dann Feierabend. Als wir gerade auf dem Weg zu ihrer Wohnung waren, trafen wir einen Bekannten ihres Ehemannes. Sie unterhielten sich etwas und nach einiger Zeit, frage er wer ich wäre. Meine Cousine erklärte, dass ich ihre kleine Cousine bin. Er fragte mich, was meine Hobbys waren. Ich sagte dass ich zum Tanzen gehe. Dann sagte er, dass er Musik machen würde (wahrscheinlich Rap). Er grinste blöd und sagte, dass ich ja mal in seinen Musikvideos mit tanzen könnte. Dadurch, dass ich so jung war, wusste ich nicht was er damit meinte. Heute verstehe ich diese Anspielung. 

Ich finds unangebracht, dass ein erwachsener Mann, so eine Anspielung auf ein 12 jähriges Mädchen macht.